Walmart profitiert von der Corona-Krise: Gewinn steigt um fast 80 Prozent

Die US-Einzelhandelskette Walmart hat anders als viele andere Konzerne von der Corona-Pandemie bislang profitiert.

Auch die Walmart-Filialien dürfen weiterhin mit Begleitung besucht werden. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Walmart profitiert von Corona und verkauft mehr Lebensmittel und Unterhaltungselektronik.
  • Im zweiten Quartal steigerte sich der Nettogewinn um fast 80 Prozent.
  • Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist unsicher, vor allem im Heimatmarkt.

Das Unternehmen steigerte seinen Nettogewinn in seinem zweiten Geschäftsquartal von Mai bis Juli um fast 80 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. In den USA liefen vor allem die Verkäufe von Lebensmitteln und online von Unterhaltungselektronik gut.

«Unsere Kunden haben im zweiten Quartal so viel mehr Zeit zu Hause verbracht, dass wir einen starken Anstieg der Verkäufe von TV-Geräten, Computern und Produkten für das vernetzte Haus festgestellt haben», erklärte Unternehmenschef Douglas McMillon. Auch die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Toilettenpapier sei «extrem hoch» gewesen.

Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent auf rund 138 Milliarden Dollar. Die hohe Gewinnsteigerung erklärte Walmart damit, dass besonders Produkte mit hoher Gewinnmarge gut verkauft wurden. Walmart hat weltweit 11'500 Filialen in 27 Ländern und beschäftigt rund 2,2 Millionen Menschen. Seit Jahresbeginn stellte Walmart - allerdings meist vorübergehend - mehr als eine halbe Millionen neue Beschäftigte ein.

Der Konzern wollte dennoch keine Prognose fürs Gesamtjahr abgeben. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist unsicher, vor allem im Heimatmarkt. Die USA haben die weltweit höchste Zahl von bestätigten Corona-Infektionen und Todesopfern. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 5,2 Millionen Fälle registriert, mehr als 167'000 Menschen starben.