Neuer «Pinocchio»: Was macht die Version mit Tom Hanks so besonders?

Mit «Pinocchio» widmet sich Disney einmal mehr der rührenden Geschichte der lebendigen Holzpuppe. Was aber ist so besonders an der Neuauflage mit Tom Hanks?

«Pinocchio»: Tom Hanks spielt Meister Geppetto. - Walt Disney Studios

Das Wichtigste in Kürze

  • Heute Donnerstag erscheint auf Disney+ eine neue Version von «Pinocchio».
  • Tom Hanks in der Hauptrolle und Robert Zemeckis auf dem Regiestuhl machen den Film aus.
  • Zum ersten Mal wird die «blaue Fee» von einer schwarzen Person verkörpert.

Die Geschichte über den einsamen Spielzeugmacher Geppetto und seine Holzpuppe Pinocchio ist alles andere als neu. Erstmals begeisterte sie 1881 als Fortsetzungsgeschichte italienische Zeitungsleser. Es folgten zahlreiche Verfilmungen, Serien und sogar Opern und Musicals über die lebendig gewordene Puppe.

Dass am 8. September mit «Pinocchio» eine neue Filmversion des Märchens bei Streamingdienst Disney+ erscheint, ist auf den ersten Blick folglich nichts Besonderes. Bis man über die blosse Geschichte hinwegschaut.

Comeback eines Dreamteams

Verheissungsvoll ist bei «Pinocchio» vor allem die Kombination aus Regisseur und Hauptdarsteller. Robert Zemeckis (70) bannt wieder einen Film mit Tom Hanks (66) in der Hauptrolle auf die (Heimkino-)Leinwand. Das ist nun fast 20 Jahre her.

Letztmals war das 2004 mit «Der Polarexpress» der Fall, vier Jahre zuvor erschien noch «Cast Away». Das Gespann hatte dem Kinopublikum zudem 1994 mit «Forrest Gump» einen Abräumer der Oscar-Geschichte geschenkt.

Auch Netflix bringt Pinocchio

Besonders ist natürlich auch die Art der Veröffentlichung. Nicht im Kino, sondern anlässlich des Disney+ Day am 8. September wird Pinocchio weltweit bei dem Streamingdienst zu neuem Leben erwachen.

Übrigens nicht einmalig im Jahr 2022: Noch im Dezember wird Konkurrent Netflix mit «Guillermo del Toros Pinocchio» nachziehen. Dabei handelt es sich um eine ungleich düsterere Animationsversion der Märchenvorlage, die zuweilen ebenfalls nichts für Zartbesaitete war.

Ein blaues Wunder

Optisch orientiert sich die Disney-Realverfilmung mit Hinblick auf die Titelfigur stark an der hauseigenen Zeichentrickversion von 1940, sprich: Pinocchio hat Pausbacken nebst Stupsnase, auch der gelbe Hut mit roter Feder darf nicht fehlen. Und Hanks als Pinocchio-Papa Geppetto ist der Zeichentrickvorlage ebenfalls wie aus dem Gesicht geschnitzt.

Eine besonders wichtige Figur des Märchens kommt derweil in deutlich anderer Aufmachung daher. Die Blaue Fee, die Pinocchio zum Leben erweckt, wird zum ersten Mal von einer schwarzen Darstellerin verkörpert. Die Rolle übernimmt Schauspielerin und Sängerin Cynthia Erivo (35). Eine Ehre, die den «Harriet»-Star «ungemein stolz» macht, wie Erivo im Gespräch mit «Variety» verriet.