Paolo Guerrero zieht wegen Dopingvorwürfen vor Sportgerichtshof CAS

Viel Arbeit für den Sportgerichtshof in Lausanne VD: Der peruanische Fussballprofi kämpft gegen seine Dopingsperre.

Der Peruaner Paolo Guerrero (vorne) kämpft gegen die Doping-Beschuldigungen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Perus Paolo Guerrero zieht seine Dopingsperre vor das CAS in Lausanne VD.
  • Gleichzeitig verlangt die WADA vom Sportgerichtshof eine Verlängerung der Sperre.

Der Streit über die Dopingsperre des Fussballers Paolo Guerrero geht in die nächste Runde. Der Peruaner hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS beantragt, dass die von der FIFA verhängte Sperre zurückgenommen wird. Gleichzeitig forderte die Welt-Anti-Doping-Organisation WADA den CAS auf, den Fall neu aufzurollen und die Sperre auf ein bis zwei Jahre zu verlängern. Der CAS hat aufgrund der Anträge zwei neue Verfahren eingeleitet. Am 3. Mai soll eine Anhörung in Lausanne VD stattfinden.

Der 33 Jahre alte Angreifer war am 5. Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Der Weltverband FIFA sperrte ihn daraufhin in einer vorläufigen Entscheidung für zunächst 30 Tage, dann für ein Jahr, beginnend mit dem 3. November. Im Dezember wurde die Sperre auf ein halbes Jahr reduziert. Guerrero könnte dadurch für Peru bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland auflaufen. Die Südamerikaner hatten sich erstmals seit 1982 wieder für eine WM qualifiziert.

Guerreros Anwalt hatte das Testergebnis im Winter als unerklärlich bezeichnet. Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.