Ultimatum an Putin? Trump verliert laut Nato-Partnern die Geduld
Donald Trump verliert langsam die Geduld! Der US-Präsident will die aktuelle Hinhaltetaktik von Russlands Präsident Wladimir Putin nicht mehr lange akzeptieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut Angaben der Nato-Partner verliert Donald Trump langsam die Geduld mit Russland.
- Der US-Präsident werde die Hinhaltetaktik Putins wohl nicht mehr lange akzeptieren.
- Mehrere europäische Alliierte äusserten Verständnis, dass Trump genervt ist.
Bei ihren Bemühungen um eine Waffenruhe in der Ukraine verlieren die USA nach Angaben aus Nato-Kreisen die Geduld mit Russland.
Aussenminister Marco Rubio machte bei einem Bündnistreffen in Brüssel deutlich: Präsident Donald Trump werde die aktuelle Hinhaltetaktik von Russlands Präsident Wladimir Putin vermutlich nicht mehre lange akzeptieren.
Es gehe dabei eher um «Wochen als um Monate». Ergänzte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen des Treffens.
Unklar blieb demnach allerdings, wie die USA in dem Fall reagieren würden, dass Putin seinen Kurs nicht ändert. Als Optionen gelten neue US-Sanktionen gegen die russische Wirtschaft, aber auch neue Waffenhilfen für die Ukraine.
Trump will Waffenruhe
Trump versucht im Krieg Russlands gegen die Ukraine seit Wochen eine Lösung zu vermitteln. Er hat mehrfach zu verstehen gegeben, dass dies im Eigeninteresse der USA liege. Zudem wäre es für sein Land wirtschaftlich von Vorteil.
Eine von Trump vorgeschlagene 30-tägige Waffenruhe ohne Vorbedingungen hat Putin aber abgelehnt.
Als Minimalkonsens wurde vereinbart, Objekte der Energieversorgung von Angriffen auszunehmen. Dies klappt in der Praxis aber nicht, wie sich beide Kriegsparteien vorwerfen.
Mehrere europäische Alliierte äusserten am Freitag bei dem Aussenministertreffen Verständnis dafür, dass Trump nun wohl die Geduld verliert.
Russland schulde den USA eine Antwort, sagte etwa der Franzose Jean-Noël Barrot.
Der britische Aussenminister David Lammy erklärte mit Blick auf Putin: «Er könnte jetzt einer Waffenruhe zustimmen.» Stattdessen bombardiere er aber weiterhin die Ukraine, ihre Zivilbevölkerung und ihre Energieversorger.
Über Trumps Ungeduld, was die Politik von Putin angeht, hatte vor kurzem auch Finnlands Präsident Alexander Stubb berichtet. Er nannte allerdings keine Zeitlinien für mögliche Konsequenzen.