Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland sinkt
Die unerlaubten Einreisen in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die Zahlen der unerlaubten Einreisen nach Deutschland sind im Februar und März deutlich geringer gewesen als im Jahr davor. Laut der Bundespolizei überquerten im vergangenen Monat 5068 Menschen unerlaubt die Grenze. Das sind 2022 weniger als im März 2024.
Im Februar passierten den Angaben zufolge 4669 Menschen illegal die Grenze zu Deutschland. Im Vorjahresmonat waren es noch 5998 Menschen. Insgesamt verzeichnete die deutsche Bundespolizei vom 1. Januar bis zum 31. März 15'131 unerlaubte Einreisen.
Davon seien rund 7606 Migranten direkt an der Grenze zurückgewiesen oder zurückgeschoben worden, hiess es in einer Mitteilung. Seit dem 16. September nimmt die Bundespolizei an allen Binnengrenzen Kontrollen vor. Das Innenministerium hat dafür eine entsprechende Anordnung erlassen.
Schengenabkommen und Binnengrenzkontrollen
Doch zuvor gab es auch bereits stichprobenartige Kontrollen: Reisende werden an der österreichischen Grenze seit kontrolliert, an den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz gibt es Kontrollen seit. Dabei wird nicht ständig und nicht jeder einzelne überprüft.
Die deutsche Bundespolizei stellte auf diese Weise seit September bereits mehr als 29'000 unerlaubte Einreisen fest. Als unerlaubte oder illegale Einreise bezeichnet die Polizei, wenn Ausländer ohne gültige Aufenthaltstitel, wie zum Beispiel ein Visum, nach Deutschland einreisen.
Kontrollen an Binnengrenzen innerhalb des Schengenraums sind eigentlich nicht vorgesehen. Das Schengenabkommen bietet Mitgliedstaaten die Möglichkeit, vorübergehend wieder Kontrollen einzuführen, wenn eine «ernsthafte Bedrohung» besteht. Eine solche Lage kann etwa durch Terrorismus oder organisierte Kriminalität ausgelöst begründet werden.