Bedarf an Blutprodukten sinkt 2024 leicht
Trotz gesunkener Blutspenden ist es im Jahr 2024 zu regionalen Notständen gekommen. Dies wegen aussergewöhnlich vieler Patienten mit Blut- und Krebskrankheiten.

Der Bedarf an Blutprodukten wie roten Blutkörperchen und Plättchenkonzentraten ist im vergangenen Jahr gesunken. Trotzdem kam es zu regionalen Notständen und Aufrufen zu Blutspenden. Grund dafür waren aussergewöhnlich viele Patienten mit Blut- und Krebskrankheiten.
2024 wurden in der Schweiz denn auch 1,3 Prozent weniger Blutspenden entnommen als noch im Vorjahr, wie die «Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK)» am Dienstag mitteilte.
Zugleich war die Nachfrage nach Blutstammzellen von Spenderinnen aus der Schweiz noch nie so hoch wie 2024, wie es weiter heisst. Zum ersten Mal lieferte die «Blutspende SRK Schweiz» über 100 Produkte aus.
Zunahme bei Transplantation
Auch die Zahl der Transplantationen in der Schweiz stieg weiter an: Insgesamt wurden 336 Transplantationen durchgeführt, was einer Zunahme von 2,5 Prozent entsprach. 2023 wurden noch 328 Transplantationen durchgeführt.
Das «Blutsstammzellenspenderegister» wuchs derweil innert eines Jahres um 4,2 Prozent und zählte Ende 2024 insgesamt 190'800 Personen. Über 10'000 Personen hatten sich neu registriert.