Grosser Herd des Laubholzbockkäfers in Pierrafortscha FR entdeckt
In Pierrafortscha wurde ein neuer Herd des schädlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt.
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Im freiburgischen Pierrafortscha ist am vergangenen Donnerstag ein neuer Herd des schädlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt worden. Es wurden mehrere Dutzend Einfluglöcher beobachtet und lebende Larven gefunden.
Das schrieb das kantonale Amt für Wald und Natur (WNA) am Mittwoch in einer Mitteilung. Der Herd sei bedeutend, da er sich über 400 Meter entlang einer Hecke erstrecke. Hauptsächlich Weiden, Eschen und Ahornbäume seien betroffen.
Bis Ende März müsse das WNA nun mindestens 100 Bäume fällen, damit die Käfer nicht ausfliegen. Diese Massnahme gelte zusätzlich zu bereits geplanten Holzschlägen in Marly, die beibehalten und diese Woche stattfinden würden.
Weitere Massnahmen zur Eindämmung
Der neue Herd befindet sich weniger als 500 Meter entfernt von der derzeitigen Kernzone in Marly, wo im vergangenen Oktober ein Laubholzbockkäfer entdeckt wurde. Neue Kern-, Fokus- und Pufferzonen würden derzeit in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt definiert. Aus der sogenannten Pufferzone dürfen keine pflanzlichen Abfälle herausgebracht werden.
Die gefundenen Larven wurden zur Analyse an die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft gesendet, wie das WNA schrieb. Der Kanton Freiburg schliesst weitere Herde nicht aus. Eine entsprechende Suche mithilfe von Spürhunden werde deshalb fortgesetzt.
Historie und Risiken
Der Laubholzbockkäfer wurde in der Schweiz erstmals im Jahr 2011 in der Gemeinde Brünisried FR gefunden. In Marly gab es 2014 zwei Befallsherde, die getilgt werden konnten. Der Käfer befällt gesunde Laubholzbäume und lässt sie innert weniger Jahre absterben. Befallene Bäume können zudem zum Sicherheitsrisiko für Passanten werden.