Panoramabild «Schlacht von Murten» soll ausgestellt werden

Keystone-SDA Regional
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Murten,

Bis 2026 soll das Panoramarundbild der Schlacht von Murten wieder öffentlich zugänglich sein.

Panorama
Panorama Schlacht um Murten. - KEYSTONE/Cyril Zingaro

Das 1893 vom deutschen Historienmaler Louis Braun geschaffene Panoramarundbild der Schlacht von Murten soll dem Publikum wieder zugänglich gemacht werden. In Murten haben die Stadt und weitere Akteure ihre Kräfte gebündelt, um bis Ende 2026 einen geeigneten Standort zu finden.

Seit vielen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, das rund 100 Quadratmeter grosse Rundbild dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Nach kurzen Ausstellungen in Zürich und Genf Ende des 19. Jahrhunderts, war das Rundbild an der Landesausstellung Expo.02 im Monolith in Murten zu sehen. Danach verschwand es wieder in einem Depot.

Nach der Expo.02 waren Bern, Kerzers FR oder Bulle FR als mögliche Standorte im Gespräch, doch letztlich kam keine Lösung zustande.

Die Suche nach dem perfekten Ort

Das Vorhaben scheiterte nicht zuletzt an den Kosten. 2022 wurde das Rundbild digitalisiert. Nun nähert sich das 550-Jahr-Jubiläum der Schlacht bei Murten im Jahr 2026.

Verschiedene Akteure wie die Stadt Murten, Murten Tourismus oder die für das Bild zuständige Stiftung haben nun eine Taskforce ins Leben gerufen, um das Bild wieder der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Ein geeigneter Standort sei nicht ganz einfach zu finden, schreiben die Partner in einer Mitteilung vom Mittwoch. Es brauche die Nähe zu den Besuchenden, Einbindung in das kulturelle Angebot und auch eine wirtschaftliche Tragfähigkeit. «Der Bau kostet. Der Betrieb auch», sind sich die Partner bewusst.

Die Herausforderungen des Projekts

Gleichzeitig müsse sich der Ausstellungsort in Murten einfügen, der historische Charakter der Stadt dürfe nicht leiden. Die Partner wollen Bund und Kanton für das Projekt so früh wie möglich an Bord holen, wie sie weiter schreiben.

Im 15. Jahrhundert verwickelten sich die Eidgenossen in grösserem Stil in die europäische Politik. Vor allem der Staat Bern mischte sich aus territorialen Interessen ein. So kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Herzog Karl dem Kühnen von Burgund.

Historischer Kontext: Die Schlacht bei Murten

Dessen Heer galt als bestens gerüstet und schlagkräftig. Doch an den Eidgenossen sollte er sich die Zähne ausbeissen. In den Schlachten von Grandson, Murten und Nancy (1476/77) wurde Karl vernichtend geschlagen.

Ein alter Spottvers besagt, dass Karl in «Grandson das Gut, in Murten den Mut und in Nancy das Blut» verlor. Im 19. Jahrhundert waren grosse Rundbilder mit wirklichkeitsgetreuen, detailreichen Abbildungen ein Publikumsrenner. Sie waren so etwas wie die Vorläufer von Film und Kino.

Heute existieren weltweit nur noch wenige dieser Rundgemälde, drei davon in der Schweiz: das Bourbaki-Panorama in Luzern, das Wocher-Panorama in Thun und eben die Schlacht von Murten.

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Kommentare

User #2028 (nicht angemeldet)

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