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    TCS: Verbrenner-Aus in EU ist auch Herausforderung für die Schweiz

    Carine Meier
    Carine Meier

    Zürich,

    Das Verbrenner-Aus ab 2035 in der EU wird auch Auswirkungen auf die Schweiz haben. Das stellt Bund und Kantone vor eine Herausforderung, sagt der TCS.

    verbrenner
    Die mit Abstand grössten Segmente bildeten laut dem BFS nach wie vor die benzinbetriebenen Personenwagen – mit einem Anteil von 58,7 Prozent. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU will ab 2035 den Verkauf von neuen Autos mit Verbrennungsmotor verbieten.
    • Darauf bereiten sich die Autohersteller vor, was auch Auswirkungen auf die Schweiz hat.
    • Der höhere Bedarf für ein ausgebautes Ladenetz ist eine Herausforderung, so der TCS.

    Jetzt ist es definitiv: Nach langen Diskussionen hat die EU ein Verkaufsverbot für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 beschlossen.

    Das beeinflusst auch den Schweizer Automarkt.

    «Normalerweise übernimmt die Schweiz die Normen der Europäischen Union. Und wendet sie in ihrem Hoheitsgebiet etwas flexibler an», so der Touring Club Schweiz (TCS) auf Anfrage.

    Dies liege daran, dass in der Schweiz vor allem in den Bergen leistungsstärkere Fahrzeuge benötigt werden.

    Herausforderung für Schweiz

    Jedoch stellt der EU-Entscheid auch eine Herausforderung für die Schweizer Infrastruktur dar. Damit E-Autos in der Schweiz weiter verbreitet werden können, braucht es ein besseres Ladenetzwerk.

    «Bereits heute klafft eine Lücke zwischen der Anzahl der Elektrofahrzeuge auf den Strassen und der Anzahl der Ladestationen, die den Nutzern zur Verfügung stehen», so der TCS.

    Ladestation
    Ladestationen für Elektroautos beim Einkaufszentrum Letzipark im Zürcher Kreis 9. - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Die Herausforderung für Städte, Kantone und den Bund bestehe also darin, die Ladeinfrastruktur schnell und massiv auszubauen. Zudem müsse besonders in den Wintermonaten die Versorgung mit CO2-armer Elektrizität sichergestellt werden.

    Diese Herausforderungen gibt es aber auch ohne den Entschied der EU. «Bereits jetzt ist jedes vierte in der Schweiz verkaufte Fahrzeug entweder ein Hybrid- oder ein vollelektrisches Fahrzeug.», so der TCS.

    Bis 2025 soll dieser Anteil auf 50 Prozent steigen. Eine weitere Entwicklung bis 2035 sei also durchaus natürlich.

    Haben Sie ein Elektroauto?

    Denn auch die Autohersteller passen sich an die neuen EU-Auflagen an. «Sie haben Milliarden investiert, um diese Art von Fahrzeugen herzustellen», beobachtet der TCS. Fast alle Marken würden mittlerweile Elektrofahrzeuge in allen Preisklassen anbieten.

    Preise für E-Autos werden sinken

    Das ist auch für die Verbraucher eine gute Nachricht. Denn dadurch würden in den kommenden Jahren auch die Preise für E-Autos weiter sinken. «Und die Reichweite wird sich deutlich erhöhen.»

    Aber man müsse sich bewusst sein, dass diese Veränderungen über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen werden. «Wenn wir von einem De-facto-Verbot ab 2035 sprechen, meinen wir den Verkauf und die Zulassung von Neufahrzeugen», sagt der TCS. «Zehn bis zwanzig Jahre später werden wir also immer noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf unseren Strassen haben.»

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