Zürcher Gericht verurteilt Frau wegen Brandanschlags auf Ehemann
Eine 50-jährige Frau wurde wegen versuchten Mordes und Brandstiftung verurteilt.
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Das Bezirksgericht Uster hat am Donnerstag eine Frau wegen versuchten Mordes und Brandstiftung verurteilt, weil die 50-Jährige ihren Ehemann angezündet hatte. Die Strafe wird zugunsten einer stationären Massnahme – auch «kleine Verwahrung» genannt – aufgeschoben.
Das Gericht attestierte der Frau eine psychische Störung und somit eine Schuldunfähigkeit. Bis zum Antreten der stationären Massnahme muss die Frau in Sicherheitshaft bleiben.
Mord oder Unzurechnungsfähigkeit?
Der Tatablauf sei ja unbestritten, sagte der Richter bei der mündlichen Urteilsverkündung am Donnerstagnachmittag. Die Vorgehensweise der Frau sei besonders grausam gewesen, sagte er. Und die Heimtücke und Hinterhältigkeit würden klar auf Mord hinweisen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die psychisch kranke Frau hatte im August 2023 ihren Mann in seinem Bett in Fällanden ZH überrascht und ihn mithilfe von Brandbeschleuniger angezündet. Der heute 57-Jährige überlebte zwar, erlitt jedoch lebensbedrohliche Verletzungen.