Floristik: SwissSkills-Vorausscheidung im Emmen Center
SwissSkills in Floristik: In den nächsten Wochen treten 25 Kandidierende zur Vorausscheidung an – unter anderem im Emmen Center am 28. März 2025.

Das Wichtigste in Kürze
- Wer wird an den SwissSkills Schweizer Meisterin oder Meister in Floristik?
- Anspruchsvolles Kunsthandwerk kann am 28. März 2025 live im Emmen Center erlebt werden.
- Zum Ausdruck gebracht werden das persönliche Können und die Kreativität.
Wer wird an den SwissSkills Schweizer Meisterin oder Meister in Floristik? In den nächsten Wochen treten 25 Kandidierende in vier regionalen Meisterschaften zur Vorausscheidung an. Diese finden an öffentlichen Orten in Einkaufszentren / Gartenzentren statt. Die jeweils drei Besten jeder Region nehmen dann vom 17. Bis 21. September 2025 an den SwissSkills in Bern teil. Der oder die Siegerin wird die Schweiz dann an den internationalen Berufsmeisterschaften vertreten.
Floristik ist anspruchsvolles Kunsthandwerk kann man live im Emmen Center, Emmenbrücke erleben. Und zwar am 28. März 2025 von 12 bis 18.30 Uhr. Die Kandidatinnen erstellen drei Werkstücke. Ein Werk bringen sie bereits fertig gestaltet an die Vorausscheidung mit, zwei Werkstücke werden live am Stand erstellt. Die Arbeiten sollen unser einen WOW-Effekt bei Experten und den Standbesuchern auslösen. Dabei soll das persönliche Können, die Persönlichkeit und die Kreativität zum Ausdruck gebracht werden.
Reality-Check: fünf Fakten zum Beruf Floristin und Florist
Welche Ausbildungen gibt es und was macht eine Floristin?
Floristinnen und Floristen EFZ verfügen über breites Fachwissen in Botanik, Floristik und Gestaltung, verarbeiten Schnittblumen, dekorieren und pflegen Pflanzen. Dabei beherrschen sie die entsprechenden Techniken und setzen Werkstoffe und Hilfsmittel fachgerecht, ökologisch sinnvoll und nach den Bedürfnissen der Kundschaft ein. Sie beraten die Kundschaft umfassend zu den verschiedensten Anlässen und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind auch betriebswirtschaftlich tätig: Bestellungen entgegennehmen und kalkulieren, Preise festsetzen, geschickt einkaufen, den Auftritt deines Geschäftes im Internet und den sozialen Medien gestalten. Ihr Angebot und ihre Dienstleistungen wissen sie erfolgreich zu präsentieren und zu verkaufen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Floristinnen und Floristen mit eidg. Berufsattest EBA verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Pflege und Verarbeitung von Schnittblumen und Pflanzen. Dabei beherrschen sie die entsprechenden Techniken und setzen Werkstoffe und Hilfsmittel fachgerecht und ökologisch sinnvoll ein. Sie sind fähig, einen einfachen Verkauf durchzuführen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Mit dem Abschluss des eidg. Berufsattests EBA ist es möglich, in das zweite Jahr der drei-jährigen Ausbildung Florist/in EFZ einzusteigen und das eidg. Fähigkeitszeugnis zu erwerben.
Was ist der Unterschied zwischen Gärtnerin und Floristin?
Eine Gärtnerin beschäftigt sich mit der Pflege und dem Anbau von Pflanzen in Gärten, Parks oder landwirtschaftlichen Betrieben. Sie kümmert sich um das Pflanzen, Bewässern, Düngen und Beschneiden von Pflanzen, um sicherzustellen, dass sie gesund wachsen.
Eine Floristin hingegen ist auf die Gestaltung und den Verkauf von Blumensträussen, Blumengestecken und anderen floralen Arrangements spezialisiert. Floristinnen haben ein Auge für Ästhetik und verwenden ihre kreativen Fähigkeiten, um schöne Blumenarrangements zu kreieren, sei es für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder einfach als Dekoration.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gärtner sich auf das Wachstum und die Pflege von Pflanzen konzentrieren, während Floristen sich auf die kreative Gestaltung von Blumenarrangements spezialisieren.
Ist die Ausbildung zeitgemäss?
Die beiden Berufslehren wurden unter Aufsicht des Bundesamtes für Berufsbildung soeben reformiert und sind im August 2024 erstmals nach neuem Lehrplan gestartet. Neu findet der Unterricht nach neusten Lernmethoden handlungskompetenzorientiert und nicht mehr nach Fächern statt. Die Lerninhalte wurden von zahlreichen Berufsbildnern entwickelt. So ist eine hohe Praxisorientierung gewährleistet.
Welche Perspektiven hat der Beruf?
Als Floristin oder Florist kann man an vielen interessanten Orten arbeiten: im Blumengeschäft, in einem grossen Luxushotel, auf einem Kreuzfahrtschiff, Ateliers, bei Messen und bei Eventanbietern. Floristinnen und Floristen lernen, gestalterische Lösungen zu erarbeiten, diese aber auch rasch und kreativ zur Zufriedenheit der Kunden umzusetzen. Mit diesen Kompetenzen sind sie bestens für viele Tätigkeiten in der «Arbeitswelt 2.0» gerüstet.
Es gibt vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten: die Berufsprüfung (BP) oder die Höhere Fachprüfung (HFP) sind vom Bund offiziell anerkannte Ausbildungen. Der Verband bietet zudem laufend Kurse und Weiterbildungsseminare an.
Die Floristik ist ein ideales Sprungbrett in andere gestalterische und kreative Berufe oder Ausbildungen: grafische Gestaltung, Innendekoration, Fashiondesign, Landschaftsarchitektur, Farbdesign oder Visuelle Kommunikation.
Kann man von Beruf leben?
Mal ganz ehrlich: Floristin oder Florist zu sein, zählt sicher nicht zu den am besten bezahlten Tätigkeiten. Der Beruf hat andere Qualitäten, die es in sich haben: mit der Natur arbeiten, gestalterisch und kreativ tätig sein, den Menschen Freude und Wertschätzung vermitteln, mit dem Kreislauf der Jahreszeiten arbeiten. Viele Floristinnen und Floristen machen sich später selbstständig und haben so die Freiheiten und Verantwortlichkeiten einer Unternehmerin oder eines Unternehmers.
Es gibt aber viele Floristinnen und Floristen, die von ihrem Beruf gut leben und dies mit ihrer Passion für Blumen und Menschen in Einklang bringen. Die Floristik kann auch ein Sprungbrett sein, um nach ein paar Jahren in eine andere gestalterische oder kreative Tätigkeit umzusteigen. Zudem gibt es zahlreiche Nebentätigkeiten in der Branche, beispielsweise in der Bildung, bei denen sich Floristinnen und Floristen einen Zustupf verdienen können.