Bevölkerungsbefragung bestärkt Köniz in der Verkehrspolitik

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Köniz,

Die Könizer Verkehrspolitik steht im Einklang mit den Bedürfnissen der Einwohner. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität.

Ortstafel von Köniz. Rechts der Werkhof Köniz.
Ortstafel von Köniz. Rechts der Werkhof Köniz. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Gemeinde Köniz mitteilt, zeigen sich im Gesamtbericht «Mobilität in Schweizer Städten» in allen teilnehmenden Städten und Gemeinden ähnliche Resultate wie in Köniz: Von allen Befragten sind 63 Prozent mit der Verkehrssituation eher bis sehr zufrieden, wobei das gute Netz und die hohe Qualität des ÖV Hauptgründe für die Zufriedenheit sind.

Für Kritik sorgen am häufigsten die überlastete Verkehrsinfrastruktur und Staus. Während der Stosszeiten sind die Befragten in den meisten Städten mehrheitlich unzufrieden mit der Verkehrssituation (55 Prozent sehr/eher unzufrieden).

Handlungsbedarf zu Stosszeiten

Auch in Köniz sind die Menschen generell zufrieden mit der allgemeinen Verkehrssituation. Der Wert liegt mit 76 Prozent (sehr zufrieden oder eher zufrieden) über dem Durchschnitt aller Befragten (63 Prozent).

Aber auch in Köniz sinkt die Zufriedenheit markant, wenn es um die Verkehrssituation zu Hauptverkehrszeiten geht: Knapp die Hälfte (49 Prozent, Gesamtbericht: 55 Prozent) der Könizer sind mit der Verkehrssituation zu Stosszeiten eher unzufrieden (35 Prozent) oder sogar sehr unzufrieden (14 Prozent).

Massnahmen geplant

Das Ergebnis bestätigt, was die Gemeinde ebenfalls als Handlungsbedarf erkannt hat. Gemeinsam mit dem Kanton Bern plant und realisiert Köniz Massnahmen, um das hohe Verkehrsaufkommen zur Hauptverkehrszeit zu lenken. Der Kanton ist verantwortlich für wichtige Hauptachsen durch Köniz.

Das ÖV-Angebot wird schrittweise ausgebaut: Doppelgelenkbusse auf der Buslinie 10, Verlängerung der Tramlinie 9 nach Kleinwabern oder der Viertelstundentakt der S6 von Bern nach Niederscherli sind die grossen Projekte.

Im Rahmen des Programms Fuss Velo Köniz baut die Gemeinde das Netz der Veloverleihstationen aus, erstellt Fuss und Velowege und verbessert die Signalisation. Auf der Sägestrasse ist zum Beispiel geplant, mit breiteren Velostreifen, besserer Verkehrsführung und reduzierter Geschwindigkeit die Sicherheit zu verbessern.

Einen besseren Verkehrsfluss zur Hauptverkehrszeit ist auch das Ziel des Verkehrsmanagement-Projekts des Kantons in Köniz/Liebefeld. Das Könizer Parlament hat den entsprechenden Kredit für den Anteil der Gemeinde Köniz am Kantonsprojekt «Verkehrsmanagement Köniz Bern Südwest» im Jahr 2022 bereits gesprochen.

Zufriedenheit mit Temporegimen und Verkehrsinfrastruktur

Die Antworten aus Köniz stimmen auch bei verschiedenen weiteren Themen mit den Ergebnissen der Gesamtbefragung überein: Anwohnende von Strassen mit Tempo 20 oder 30 sind zufriedener mit dem Temporegime als solche an Tempo-50-Strassen. Priorisiert werden von den Befragten Massnahmen für den Ausbau der Veloinfrastruktur, gegen Strassenlärm und die Umweltbelastung durch den Verkehr. Ebenso wünschen sich die Menschen mehr Grünflächen und Begrünung entlang von Strassen.

Auch in Köniz (59 Prozent) sind die öffentlichen Verkehrsmittel die klar häufigste Form, um zur Arbeit oder zur Ausbildungsstädte zu gelangen. Allerdings spielt in der Gemeinde Köniz das Auto eine sichtbar grössere Rolle als etwa in der Stadt Bern und wird mehr als doppelt so oft für den Arbeitsweg gebraucht (35 Prozent) als von den Stadtberner (15 Prozent).

Für Gemeinderat Christian Burren, Vorsteher der Direktion Planung und Verkehr, zeigen die Antworten, dass Köniz mit seinen urbanen und ländlichen Ortsteilen zu Recht eine differenzierte Verkehrspolitik verfolgt.

Ein verbessertes ÖV-Angebot und eine gute Infrastruktur für Velo-Pendler auch für längere Distanzen sind Massnahmen, die allen zugutekommen. Wichtig sind auch Massnahmen, die die negativen Folgen des Verkehrs reduzieren.

Befragung soll wiederholt werden

Die Gemeinde Köniz beteiligte sich mit 16 weiteren Städten und Gemeinden unter Federführung der Städtekonferenz Mobilität an der Online-Befragung zur urbanen Mobilität. Durchgeführt wurde sie vom Forschungsinstitut gfs.bern.

Die Gemeinde Köniz beteiligte sich erstmals an dieser Befragung. Werden die Befragungen weitergeführt, so kann künftig die Entwicklung dokumentiert werden.

Kommentare

User #6074 (nicht angemeldet)

Anstatt Wahlen gibt's jetzt halt Studien. Schöne Demokratie...

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