Vermehrt illegales Abfalldeponieren seit Corona-Lockdown

Gina Krückl
Gina Krückl

Köniz,

Seit Corona ist der Könizer Entsorgungshof zu, es kommt vermehrt zu illegalem Abfalldeponieren in der Natur. Für den Gemeinderat «skandalös».

Pestalozzi
Pestalozzi. - Youtube

Vor einer Woche – am Ostersonntag – musste die Könizer Feuerwehr ausrücken. Im Büschiwald zwischen Köniz und Schliern brach bei einem illegal deponierten Abfallhaufen ein Feuer aus. Bisher geht die Polizei von einem menschlichen Verschulden aus und sucht Zeugen.

Zwar werden immer wieder Abfälle illegal entsorgt, laut Gemeinderat Hansueli Pestalozzi mehren sich die Fälle aktuell: «Seit Corona kommt es leider deutlich häufiger vor.» Der Leiter der Direktion Umwelt und Betriebe vermutet, dass es an der Corona bedingten Schliessung des Könizer Entsorgungshofs und den Einschränkungen bei den Stadt-Berner Entsorgungshöfen liegt.

Könizer Abfallsammlungen funktionieren

Dennoch ist die Häufung der Fälle für Pestalozzi «völlig unverständlich und skandalös», da die normalen Abfallsammlungen der Gemeinde wie gewohnt durchgeführt werden würden. «Kehricht wird zusammen mit Sperrgut jede Woche, Papier und Karton einmal im Monat abgeholt. Trotz der schwierigen Zeit gab es hier niemals einen Unterbruch.» Auch die Recyclingsammelstellen sind wie gewohnt offen.

Sollten in dem aktuellen Fall die Verantwortlichen gefunden werden, kommt sie das teuer zu stehen. «Für die Fehlbaren wird es saftige Bussen geben», doch auch in jedem anderen Fall lohnt sich das illegale Abfallentsorgen nicht: Laut Pestalozzi übernimmt die Gemeinde zwar die Entsorgung, zeigt aber jeden Fall auf Gemeindegrund an. «Wir arbeiten sehr eng mit der Polizei zusammen». Nebst den Entsorgungskosten der Gemeinde müssen Verantwortliche also zudem immer mit einer Busse rechnen – auch ohne Brand.

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