AquaConnecta stärkt Trinkwasserversorgung in der Region
Neun Gemeinden und zwölf Wasserversorgungen bündeln ihre Kräfte in der Gesellschaft AquaConnecta, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.

Wie die Stadt Willisau bekannt gibt, Die Gemeinden und Wasserversorgungen von Buttisholz, Grosswangen, Ruswil, Werthenstein, Wolhusen, Alberswil, Ettiswil, Menznau und Stadt Willisau haben die einfache Gesellschaft «AquaConnecta» gegründet. Gemeinsam wollen sie die Versorgung mit Trinkwasser in ihrem Gebiet langfristig sichern. Das gesamte Einzugsgebiet umfasst über 35'000 Einwohner.
Grundsätzlich ist das Gebiet Rottal-Willisau-Wolhusen heute gut mit Trinkwasser versorgt. Allerdings gibt es auch in diesen Gemeinden einige Herausforderungen: Lange Trockenphasen in den Sommermonaten, Starkniederschläge, Qualitätsherausforderungen (auch aufgrund von Änderungen bei den Bundesvorgaben) sowie das Bevölkerungswachstum.
In der Summe wird es langfristig anspruchsvoll, jederzeit allen Einwohnerinnen und Einwohnern Wasser in genügender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. In den Gemeinden des Gebiets Rottal-Willisau-Wolhusen wird die Aufgabe der Wasserversorgung in der Regel seit Jahrzehnten durch Wasserversorgungen vor Ort erbracht.
Die meisten davon sind als Genossenschaften oder Korporationen organisiert. Gemäss der kantonalen Gesetzgebung tragen jedoch die Einwohnergemeinden die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und der Firmen innerhalb der Bauzonen.
Verbund für mehr Versorgungssicherheit
Um die Herausforderungen gemeinsam zu meistern, haben am 26. März 2025 verschiedene Gemeinden und Wasserversorgungen die einfache Gesellschaft AquaConnecta gegründet. Die Liste der Vertragspartner kann auf der Webseite der Stadt abgerufen werden.
Das Ziel dieser Gesellschaft besteht darin, in den nächsten zwei bis drei Jahren vertieft abzuklären, wie mittels eines Grossverbundes die Trinkwassersysteme so miteinander verbunden werden können, dass sich die Wasserversorgungen in Ausnahmesituationen gegenseitig mit genügend Trinkwasser versorgen können.
Indem die Anlagen aus unterschiedlichen Einzugsgebieten (der Wigger, der Rot und der Kleinen Emme) miteinander verbunden werden, kann die Versorgungssicherheit massiv verbessert werden.
So soll die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser für die Bevölkerung und Unternehmen in diesen Gemeinden für die nächsten Generationen nachhaltig gestärkt und dadurch gesichert werden.
Hebler übernimmt Führung bei AquaConnecta-Projekt
Bereits zuvor hat der regionale Entwicklungsträger Region Luzern West im gesamten Verbandsgebiet die Trinkwasserversorgung detailliert analysiert und mehrere regionale technische Konzepte erstellt. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinen im regionalen Teilrichtplanes Wasserversorgung zusammengefasst.
In der nun anlaufenden Phase will die einfache Gesellschaft klären, welche Massnahmen des technischen Konzeptes des Gebietes Rottal-Willisau-Wolhusen konkret umgesetzt werden können. Neben der Gründung der einfachen Gesellschaft AquaConnecta und der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages fand die Wahl der Projektleitung und der Projektsteuerung statt.
Manuel Hebler, Geschäftsführer der Korporation Buttisholz, wurde als Präsident der vierköpfigen Projektleitung gewählt. In der Projektsteuerung ist jede Gemeinde vertreten – entweder durch eine Vertretung aus dem Gemeinderat oder aus der Wasserversorgung.