Aarburg erwirbt Liegenschaft „Burghof“ und will diese neu positionieren

Stadt Aarburg
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Zofingen,

Die Höhe der Sozialhilfeausgaben ist in den letzten Jahren in Aarburg kontinuierlich gestiegen. Die Gemeinde weist derzeit bekanntlich die höchste Sozialhilfequote im Kanton Aargau auf.

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Tiefes Einkommen schlägt sich auf die Lebensqualität nieder, besonders in der Pandemie. - Keystone

Ein Grund dafür sind aus Sicht der des Gemeinderates die zahlreich vorhandenen günstigen Wohnangebote.

Der Gemeinderat hat sich daher für den Erwerb des „Burghof“, eine ehemalige Gaststätte an der Bahnhofstrasse 12 mit dem Geschäftsmodell „Zimmervermietung“, eingesetzt. Er verfolgt damit konsequent seine Strategie der aktiven Bodenpolitik weiter.

Der ehemalige Gasthof „Burghof“ (früher Falken) fiel in den vergangenen Jahren immer wieder negativ auf. Einzelne Zimmer mit Etagendusche wurden ausschliesslich an sozial Benachteiligte und Flüchtlinge vermietet, welche für die Zimmer dann überhöhte Preise bezahlten. Ebenfalls musste immer wieder die Polizei aufgrund von Delikten wie illegalem Glücksspiel, Drogenbesitz etc. eingreifen.

Damit soll nun definitiv Schluss sein. Der Burghof konnte zum Schatzwert von 1.4 Mio. Franken gekauft werden. Dadurch können letztendlich rund CHF 250'000 pro Jahr in der Sozialhilfe eingespart werden.

Fast alle Mieter sind bereits in den vergangenen Monaten ausgezogen und haben eine andere Unterkunft gefunden.

Der Gemeinderat beobachtet die Situation an weiteren Standorten, an welchen ebenfalls die Absicht besteht, einzelne Zimmer zu vermieten. Solchen Vorhaben steht der Gemeinderat äusserst kritisch gegenüber. Er wird im Rahmen der Möglichkeiten dezidiert Einfluss nehmen um die positive Entwicklung von Aarburg weiter voranzutreiben.

Zum Wohle der Gemeinde und im Sinne von zukünftig tragbaren Kosten im Bereich der Sozialen Wohlfahrt wird der Gemeinderat weiterhin konsequent gegen das Geschäftsmodell „Zimmervermietung“ vorgehen. Solche Vermietungsmodelle privater Eigentümer belasten die Gemeinde nicht nur finanziell, sondern ersticken auch jegliche Integrationsbemühungen.

Der Gemeinderat prüft momentan eine kurzfristig, zweckmässige Nutzung der Liegenschaft Burghof. Längerfristig soll das Gebiet um den Burghof positiv entwickelt werden.

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