CVP nominiert Heidi Z'graggen für Urner Ständeratssitz

Keystone-SDA
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Uri,

Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen nimmt nach 2010 einen zweiten Anlauf: Die CVP Uri hat sie am Mittwochabend in Altdorf als Kandidatin für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober nominiert.

Heidi Z'graggen dürfte somit die erste Urner Ständerätin überhaupt werden. Sie wurde 2004 in den Regierungsrat gewählt und bringt laut ihrer Partei entsprechend grosse politische Erfahrung mit. Die Politikwissenschaftlerin und letztjährige Bundesratskandidatin sei auf nationaler Ebene bereits bestens vernetzt.

Will von Altdorf nach Bern wechseln: Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen soll der CVP den Ständeratssitz sichern. (Archivbild)
Will von Altdorf nach Bern wechseln: Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen soll der CVP den Ständeratssitz sichern. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Heidi z'Graggen
Heidi z'Graggen will für den Kanton Uri in den Ständerat. Sie hat die Wahl geschafft. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Heidi Z'graggen will dieses Jahr für die CVP den freiwerdenden Urner Ständeratssitz holen.
  • Da keine Partei Anspruch auf den CVP-Sitz erhebt, gilt die Regierungsrätin als gewählt.
  • Heidi Z'graggen dürfte somit die erste Urner Ständerätin überhaupt werden.

Heidi Z'graggen so gut wie gewählt

Die 178 Stimmberechtigten am Parteitag sprachen sich einstimmig für Z'graggen aus. Das sagte CVP-Parteipräsident Flavio Gisler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA-Keystone. Die 53-Jährige hatte bereits 2010 für das Amt kandidiert. Damals zog sie aber gegen ihren Regierungskollegen, den parteilosen Finanzdirektor Markus Stadler, den Kürzeren.

Mehr Spannung verspricht im Kanton Uri der Kampf um den einzigen Nationalratssitz. Die CVP setzt dabei auf Landrat Simon Stadler.

Die Urner Justizdirektorin soll nun die Nachfolge von CVP-Ständerat Isidor Baumann antreten, der auf eine Wiederwahl verzichtet. Ihre Wahl scheint Formsache, FDP-Ständerat Josef Dittli tritt erneut an. SP und SVP erheben keinen Anspruch auf den frei werdenden Sitz.

Der 31-Jährige ist seit 2012 Mitglied des Kantonsparlaments. Zudem ist er Präsident der CVP Altdorf. Der gelernte Maurer arbeitet heute als Primarlehrer.

Er setzte sich in der parteiinternen Ausmarchung am Mittwochabend gegen die ehemalige Landrätin Patrizia Danioth Halter durch. Die Entscheidung fiel knapp mit 97 zu 81 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 90 Stimmen.

Beide Bewerber hätten gut mobilisiert, sagte Gisler. Mit Stadler setze die Partei auf einen Vertreter der jungen Generation. Er sei bekannt als erfolgreicher Legislativpolitiker und vernetzt in den Vereinen. Die Nationalratswahl dürfte laut Gisler eine Mobilisierungswahl werden.

Der Urner Nationalratssitz wird frei, weil SVP-Nationalrat Beat Arnold aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Seine Partei will das Mandat mit Pascal Blöchlinger verteidigen. Die SP tritt mit dem Altdorfer Gemeinderat Urs Kälin an, die FDP hat Kantonsrat Matthias Steinegger nominiert.

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