Kanton Thurgau schliesst Staatsrechnung mit einem Rekorddefizit

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Frauenfeld,

Der Kanton Thurgau muss das Jahr 2024 mit einem massiven Defizit abschliessen.

Thurgau
Flagge des Kantons Thurgau. (Symbolbild) - Keystone

Die Rechnung 2024 des Kantons Thurgau schliesst mit einem Defizit von 121,7 Millionen Franken. Aufgrund der schlechten Finanzlage halbierte sich das Nettovermögen des Kantons innerhalb eines Jahres beinahe.

Dem Aufwand von 2,65 Milliarden Franken steht ein Ertrag von 2,53 Milliarden Franken gegenüber. Letztlich schloss die Staatsrechnung 33,8 Millionen Franken schlechter als budgetiert ab, schrieb der Kanton Thurgau am Freitag in einer Mitteilung.

Als Hauptgründe für das grosse Minus nannte der Kanton Spitalkosten, Ergänzungsleistungen, Sonderpädagogik und Energieförderung.

Aufgrund des negativen Abschlusses zeigen auch andere Finanzkennzahlen nach unten: Das Nettovermögen halbierte sich innerhalb eines Jahres beinahe von 530 Millionen Franken auf 298 Millionen Franken.

Selbstfinanzierungsgrad im Negativbereich

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt gemäss Mitteilung minus 218 Prozent. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 83,2 Millionen Franken. Damit wurde das angestrebte Ziel von 106,1 Millionen Franken deutlich verfehlt.

Um auch in Zukunft in die Entwicklung des Kantons investieren zu können, brauche es mehr finanzielle Mittel erklärte Finanzdirektor Urs Martin (SVP) gemäss Mitteilung.

Sieben Millionen unter Budget blieben die Steuererträge, «hauptsächlich aufgrund der tieferen Einnahmen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie der Handänderungssteuer», wie es in der Mitteilung hiess.

Regierung besorgt über Nettovermögensabbau

Der Regierung bereite der Abbau von Nettovermögen grosse Sorge. «Zudem weisen wir seit längerem darauf hin, dass wir Gefahr laufen, die Vorgaben des Finanzhaushaltsgesetzes zu verletzen», so Martin. Da das Kantonsparlament keine Steuererhöhung wollte, müsse man schauen, wie der Staatshaushalt anders auf Kurs gebracht werden könne.

Denn der Investitionsbedarf bleibe hoch, sodass der Kanton bereits mit dem Abschluss des laufenden Jahres in eine Nettoschuld geraten könnte.

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Kommentare

User #2564 (nicht angemeldet)

Der gleiche Filz wie im Glarnerland, da hat sich seit Anna Göldi auch nichts geändert ausser der jahreszahl.

User #2373 (nicht angemeldet)

Wem wundert's mit dieser Häfeli Deckeli Politik.

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