Stadt Zürich

Zürcher Regierungsrätin Walker Späh kritisiert Sugus-Kündigungen

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Fast 300 Mieter der Sugus-Häuser im Kreis 5 erhielten vor Weihnachten die Kündigung. Die Stadt Zürich reagiert.

Carmen Walker Späh
Für die Kündigungen in den Sugus-Häusern im Kreis 5 hat die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) «überhaupt kein Verständnis». - Keystone

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) hat «gar kein Verständnis» für die Kündigungen in den Sugus-Häusern im Kreis 5.

«Ich finde es ziemlich unverständlich, so vielen Menschen vor Weihnachten eine solche Nachricht zu schicken», sagte sie am Donnerstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1. Das sei unsensibel.

In den farbigen Sugus-Häusern im Kreis 5 erhielten Anfang Dezember fast 300 Mieterinnen und Mieter die Kündigung. Die neue Besitzerin liess ihnen mitteilen, dass sie bis Ende März ausziehen sollen. Die drei Wohnblöcke müssten dringend «von Grund auf saniert» werden.

Rund tausend Personen demonstrierten am Sonntag gegen die Massenkündigung. Der Zürcher Stadtrat will das Gespräch mit der Besitzerin suchen und prüft derzeit, ob er die Häuser kaufen will.

Stadtzürcher Parlament diskutiert über Entmietung

Die Auflösung der Mietverhältnisse war auch im Stadtzürcher Parlament schon ein grosses Thema. Von «reiner Profitmaximierung», «Entgleisung», «grausamem Weihnachtsgeschenk» und «Frechheit» war in verschiedenen Erklärungen die Rede.

Sogenannte «Entmietungen» kommen in der Stadt Zürich regelmässig vor. Über 250 Mehrfamilienhäuser und über 2000 Personen sind jährlich davon betroffen.

Kommentare

User #3455 (nicht angemeldet)

Walker-Späh ist im Rentenalter.

User #3570 (nicht angemeldet)

Städte wie Zürich verbannten im Spätmittelter und in der Frühen Neuzeit auch Menschen, die Wohnung oder Haus verloren hatten. Jetzt sind wir wieder so weit: Die Zürcher Opfer von Massenkündigungen sind gezwungen, ihre Heimatstadt zu verlassen, weil sie die unverschämten Mietpreise (40% über der gesetzlichen Kostenniete) nicht aufbringen können. Der Zürcher Regierungsrat lehnt den Mieterschutz ab. Dafür unterstützt er die beiden Initiativen des HEV! Auch die Stadt Zug müssen viele Mieter verlassen.

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