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Xiaomi SU7: Porsche-Jäger kommt nach Europa

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Wer ernsthaft glaubt, dass hochemotionale Sportwagen zwingend aus Europa kommen, verschliesst die Augen vor der Realität

Xiaomi SU7 Ultra
Xiaomi SU7 Ultra: Das Design des SU7 Ultra wurde in Zusammenarbeit mit renommierten Designstudios entwickelt, um Ästhetik und Aerodynamik optimal zu vereinen. - Zoerides

Die chinesische Tech-Industrie kapert klammheimlich die legendärsten Rennstrecken der Welt: Der neue Xiaomi SU7 Ultra pulverisiert mit astronomischen 1’548 PS die Rundenbestzeiten der alteingesessenen Konkurrenz auf der Nürburgring-Nordschleife.

Er distanziert den stolzen Porsche Taycan Turbo GT auf dessen eigener Hausstrecke um mehrere Sekunden. Dieser beispiellose Generalangriff aus Fernost rüttelt heftig an den Grundmauern der traditionellen deutschen Ingenieurskunst.

Schweizer Autokäufer stehen zukünftig vor einer radikalen Systemfrage zwischen bewährtem Prestige und roher digitaler Leistung.

China-Power gegen deutsche Tradition

Xiaomi schickt gleich drei extrem hochdrehende Elektromotoren ins Rennen, die eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 350 Kilometern pro Stunde ermöglichen. In kaum fassbaren 1.97 Sekunden katapultiert sich die viertürige Limousine aus dem Stand auf Tempo einhundert.

Porsche Taycan Turbo GT
Porsche Taycan Turbo GT - auf der Rennstrecke zu Hause, in der Garage zur Pause. - Porsche

Der renommierte Porsche Taycan Turbo GT kontert mit maximal 1’033 PS und einer Sprintzeit von immerhin 2.3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. In der Schweiz kostet das exklusive Modell aus Zuffenhausen im Grundpreis allerdings weit über 240'000 Franken.

Der chinesische Herausforderer wechselt auf dem heimischen Markt dagegen für umgerechnet rund 100'000 Franken den Besitzer. Selbst nach Importzöllen und Steuern bleibt dieser immense Preisvorteil für das asiatische Kraftpaket absolut erdrückend.

Kurvenkünstler gegen Geradeaus-Giganten

Abseits der reinen Längsdynamik glänzt der Xiaomi SU7 Ultra mit einer maximalen Ladeleistung von beeindruckenden 490 Kilowatt. Die innovative Batterie befüllt sich in rekordverdächtigen elf Minuten von zehn auf achtzig Prozent

Xiaomi Su7 Frunk
Volumen-Meister: Der Xiaomi SU7 bietet mit 105 Litern einen der grössten Frunks in der Elektro-Limousinen-Klasse. - Xiaomi

Kritische Tester bemängeln im Gegenzug jedoch die sehr nervösen und übervorsichtigen Assistenzsysteme des Smartphone-Riesen im dichten Alltagsverkehr. Zudem fehlt dem Neueinsteiger in Europa bislang ein flächendeckendes Servicenetz, was anspruchsvolle Schweizer Kunden abschrecken dürfte.

Genau hier punktet der etablierte Porsche mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich der Fahrwerkstechnologie und perfekter Ergonomie. Der Taycan lenkt im fahrerischen Grenzbereich spürbar präziser ein und vermittelt eine unschlagbar ehrliche mechanische Rückmeldung.

Prestige gegen radikalen Fortschritt

Beim realen Platzangebot im Innenraum schenken sich die beiden elektrischen Luxus-Liner erstaunlich wenig. Xiaomi dominiert das Interieur mit einer hochmodernen Multimedia-Zentrale und nahtloser Smartphone-Integration für die Generation Z.

Porsche Taycan
Getriebetechnik: Ungewöhnlich für E-Autos besitzt der Taycan an der Hinterachse ein Zwei-Gang-Getriebe, das für fulminante Sprints und effiziente Autobahnfahrten sorgt. - Porsche

Porsche setzt dagegen traditionsbewusst auf zeitlose Eleganz, makellose Verarbeitung und edelste Materialien auf jedem einzelnen Quadratzentimeter. Ein gewaltiger Kritikpunkt am Xiaomi bleibt das bislang unbestätigte Crash-Verhalten aufgrund fehlender offizieller Euro-NCAP-Testberichte.

Wer ein unerschütterliches Statussymbol und absolute Perfektion sucht, kauft auch im Jahr 2026 den teuren Taycan. Mutige Performance-Enthusiasten erhalten mit dem SU7 Ultra jedoch das mit Abstand faszinierendste Datenblatt unserer Zeit.

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Kommentare

User #1134 (nicht angemeldet)

Wie beim Tesla.

User #3661 (nicht angemeldet)

+Wer ernsthaft glaubt, dass hochemotionale Sportwagen zwingend aus Europa kommen, verschliesst die Augen vor der Realität" Dies trifft immer mehr auch für ganz normale Elektroautos zu.

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