WM 2026: 11 Freunde müsst ihr sein? So ein Blödsinn!
Die Schweizer Nati steht an der WM 2026 in der KO-Phase, nach dem Holper-Start gegen Katar läuft die Maschine an. Wo ist das Problem, wenn es mal lauter wird?

Das Wichtigste in Kürze
- Wozu braucht es elf Freunde, wenn die Realität heute eine andere ist?
- Es zählt das gemeinsame Ziel: Die beste WM aller Zeiten zu spielen.
- Diesem Ziel ist alles untergeordnet bei der Schweizer Nati. Ein Kommentar.
Es ist ein alter Zopf: «Elf Freunde müsst ihr sein!» Einer, der in die Steinzeit gehört. Einer, der heutzutage ein Blödsinn ist.
Wir haben in der Schweizer Nati eine einmalige Konstellation. Mit Murat Yakin steht ein Trainer an der Seitenlinie, der sich in den meisten Fällen auf sein Bauchgefühl verlassen kann. Er braucht keinen Laptop für seine Entscheidungen – und ist grundsätzlich die Coolness in Person.

Dazu haben wir mit Granit Xhaka einen aussergewöhnlichen Fussballer. Ein Feldherr mit absoluter Winner-Mentalität, der dem Erfolg alles unterordnet.
Wo ist das Problem, wenn es mal lauter wird?
Da ist es doch klar: Wenn der Karren nicht rollt – also die Ergebnisse – wie beim Startspiel gegen Katar? Dann gibt es angeregte Diskussionen, in der Mannschaft und drumherum.
Und diese konstruktive Reibung ist auch okay – das ist ein positiver Prozess! Dazu braucht es keine elf Freunde, zumal unser Kader ja ohnehin 26 Spieler umfasst. Zum Glück gibt es verschiedene Meinungen – und wenn es mal lauter wird, wo ist das Problem?
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Wir sind doch nicht auf dem Ponyhof! Und etwas Theater gehört doch auch dazu.
Ist es nicht herrlich, wenn jeder Fussball- und WM-Mode-Fan einen Rat für Murat Yakin hat? Es gibt aber ein gemeinsames Ziel, das über allem steht: Die beste WM aller Zeiten zu spielen – nur darum geht es. Nur haben 47 andere Mannschaften das gleiche Ziel.
Zollen wir unserer Nati Respekt!
Die Schweizer Nati hat die KO-Phase schon erreicht, gegen Kanada winkt mit einem Erfolg der Gruppensieg. Aber ob Gruppenerster oder Zweiter, das ist mir schlussendlich egal. Hauptsache, wir sind weiter.

Andere Mannschaften sind an dieser Hürde schon gescheitert und müssen ihre Koffer packen – wie die Türkei und Tunesien.
Wir haben also allen Grund, unserer Nati Respekt zu zollen. Freuen wir uns auf die Zugabe in der KO-Phase! Erwarten wir nicht gleich den WM-Pokal – auch wenn Träumen erlaubt ist.
Und vergessen wir einfach das Märchen: «Elf Freunde müsst ihr sein.»

















