WM 2018: Japaner machen kurzen Prozess mit Orakel Krake

Tobias Feigenwinter
Tobias Feigenwinter

Russland,

Japans WM-Orakel-Krake Rabio wandert, trotz hundertprozentiger Tippsicherheit, auf den Markt. Und: Die Japaner verabschieden sich mit Stil aus Russland.

Rabio, der Orakel-Krake, sagte einen Sieg gegen Kolumbien voraus.
Rabio, der Orakel-Krake, sagte einen Sieg gegen Kolumbien voraus. - Screenshot Youtube/ 北海道ニュースUHB

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Orakel-Krake Rabio tippte alle WM-Gruppenspiele Japans richtig.
  • Dennoch ereilt ihn ein trauriges Schicksal.
  • Die Japaner verabschieden sich mit Stil von der WM.

Während der Gruppenphase der WM deutete Rabio, der Orakel-Krake, alle Spiele Japans korrekt voraus: Sieg gegen Kolumbien, Unentschieden gegen den Senegal, Niederlage gegen Polen. Doch danach stellte sein Besitzer Marktwert über den Ruhm.

Wurde «zum Markt gebracht»

Wie japanische Medien zurückhaltend formulieren, brachte Fischer Kimio Abe (51) den Wahrsager-Oktopus «zum Markt». Mit anderen Worten: Das Tier wurde verkauft und höchstwahrscheinlich zu Sushi verarbeitet.

Gegenüber dem britischen Sender «BBC» meinte Abe, das Geld sei ihm wichtiger gewesen als der Ruhm. Ein anderer Tintenfisch könne die Ergebnisse ebenso sicher vorhersagen. Nach der 2:3-Niederlage gegen Belgien hätte Rabio wohl so oder so dasselbe Schicksal geblüht.

Japaner piekfein

Belgiens Siegestreffer in der 94. Minute im Achtelfinal zerstörte alle WM-Hoffnungen der Japaner. Doch statt Frust zeigten die Asiaten Dankbarkeit: Die Umkleidekabine in Rostow am Don wurde blitzblank hinterlassen. In der Mitte des Raumes steht auf einem Schildchen in Kyrillisch: «Danke».

Auch die Fans auf den Tribünen zeigten Klasse. Nach dem Abpfiff wurde das Stadion von den japanischen Anhängern vom Müll befreit. Diese treuen Helfer haben sich nach getaner Arbeit zu Hause ein feines Sushi redlich verdient.

Japanische Fans räumen nach dem WM-Aus auf.
Japanische Fans räumen nach dem WM-Aus auf. - dpa

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