Klimakonferenz

    Was die UN-Klimakonferenz beschlossen hat – und was nicht

    DPA
    DPA, Fiona Tondi

    Spanien,

    Die Verhandlungen zum Klimaschutz erwiesen sich beim UN-Gipfel in Madrid als zäh. Was die Klimadiplomaten nach zwei Wochen beschlossen haben – und was fehlt.

    klimagipfel
    Carolina Schmidt (M) aus Chile hat den Klimagipfel geleitet. Foto: Ricardo Rubio/Europa Press/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den letzten zwei Wochen fand die Weltklimakonferenz in Madrid statt.
    • Eine Übersicht der Beschlüsse.

    Zwei Wochen lang verhandelten die Klimadiplomaten an der Weltklimakonferenz in Madrid. Die Resultate sind bescheiden. Auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist nicht zufrieden.

    Was beim längsten Klimagipfel herauskam – und was noch fehlt:

    Klimaschutz

    Erst im kommenden Jahr sollen die Mitgliedsstaaten des Pariser Klimaabkommens neue nationale Klimaschutz-Pläne für 2030 vorlegen. Dem haben sie 2015 zugestimmt – daran wurden sie im Gipfelbeschluss nun nochmal ausdrücklich erinnert.

    Vergangenheit der Industriestaaten

    Bevor es das Pariser Abkommen gab, hatten die Industriestaaten auch schon Ziele für den Klimaschutz und die finanzielle Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern. Nicht alle haben diese Ziele eingehalten.

    COP25 UNO
    Viele Delegationen sind bereits abgereist: Blick auf den Plenarsaal der Klimakonferenz in Madrid nach 60 Stunden Überzeit. . - Keystone

    Es soll jetzt in einem «Arbeitsprogramm» nochmal darüber gesprochen werden, ob sie gute Vorbilder waren für die Staaten, die ihre Wirtschaft erst entwickeln. Vor allem die Industriestaaten finden, man solle besser nach vorn schauen und sich auf das Pariser Abkommen konzentrieren.

    Geld für ärmere Länder

    Ein Dauerthema ist der Umgang mit Schäden und Verlusten in ärmeren Ländern durch die Folgen des Klimawandels – also etwa durch Stürme, Dürren, Starkregen oder steigende Meeresspiegel.

    Künftig könnte es die Möglichkeit geben, dass die betroffenen Staaten dafür auch Geld aus dem Green Climate Fund (GCF) bekommen, auch darüber soll nun gesprochen werden.

    25. UN-Klimakonferenz
    13.12.2019, Spanien, Madrid: Eine Frau schaut auf der UN-Klimakonferenz in Madrid auf eine Weltkugel. Foto: Paul White/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

    Dieser Geldtopf ist bisher grundsätzlich dafür da, Treibhausgas-Minderung und die Anpassung an den Klimawandel zu finanzieren, nicht aber Schadenersatz zu leisten.

    Das Thema Schäden und Verluste kam aus Sicht vieler bisher zu kurz. Beim Thema Finanzen zeigten sich viele Länder, etwa die afrikanische Gruppe, zum Gipfel-Abschluss unzufrieden.

    Nicht geklärt: Handel mit Klimaschutz-Gutschriften

    Die sogenannten Marktmechanismen sollen dafür sorgen, dass Staaten einen Teil ihrer CO2-Einsparung auch im Ausland erledigen können. Man könnte auch sagen, sie kaufen sich Klimaschutz anderswo. Umgekehrt können Länder, die ihre eigenen Ziele übererfüllen, Gutschriften verkaufen.

    Damit das auch wirklich global gesehen zu weniger Emissionen führt, braucht es strenge Regeln dazu, wer sich was anrechnen und womit man handeln darf. Da fanden die Staaten keinen Kompromiss – vor allem, aber nicht nur, Brasilien wurde dafür kritisiert.

    cop25
    Banner der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid. Foto: Benoit Doppagne/BELGA/dpa - dpa-infocom GmbH

    Darüber soll nun kommendes Jahr weiter verhandelt werden. Schon vor einem Jahr beim Gipfel in Polen wurde das Thema vertagt.

    «Die Schweiz bedauert den Entscheid und hat sich gemeinsam mit anderen ambitionierten Partnerländern im Rahmen der San José Prinzipien für hohe Ambition und Integrität verpflichtet, robuste Regeln für den Handel mit Emissionszertifikaten anzuwenden», heisst es in der Mitteilung des Bafu. Dies, bis eine Einigung im Rahmen einer COP gefunden werde.

    Besorgt über mangelnde Transparenz

    Besorgt zeigt sich das Bafu auch darüber, dass sich die Länder an der COP25 nicht darauf einigen konnten, wie sie über ihre Emissionsverminderungen und die Unterstützung, die sie dafür selber erhalten oder anderen Ländern geben, Bericht erstatten.

    Die Berichterstattung und die Prüfung der Länderberichte seien wesentliche Bestandteile des Pariser Übereinkommens.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Kongress- und Messezentrum IFEMA
    15 Interaktionen
    «Durchbruch»
    klima konferenz gipfel COP25
    41 Interaktionen
    «Zeit zu Handeln»
    25. UN-Klimakonferenz in Madrid
    7 Interaktionen
    Geht um Geld

    MEHR IN NEWS

    St. Gallen
    St. Gallen
    USA
    2 Interaktionen
    Vor Midterms

    MEHR KLIMAKONFERENZ

    Klimadialog Berlin
    14 Interaktionen
    Mit Appell
    cop
    Uneinigkeit bei COP30
    cop 30
    15 Interaktionen
    Auch Bundesrat Rösti
    12 Interaktionen
    Klimakonferenz

    MEHR AUS SPANIEN

    lebenszeichen sarah joelle jahnel
    1 Interaktionen
    Nach Vermisstensuche
    Kokain
    4 Interaktionen
    Vigo
    Real Madrid José Mourinho
    4 Interaktionen
    Atlético schlägt Real
    6 Interaktionen
    San Sebastián