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Microsoft veröffentlicht Tool zur Erkennung von Deepfakes

Dayan Pfammatter
Dayan Pfammatter

USA,

Es wird immer schwieriger zu erkennen, ob Bilder oder Videos im Internet digital manipuliert oder gefälscht sind. Microsoft will hier mit neuer Software helfen.

Deepfake Erkennung von Microsoft
Die Software von Microsoft zeigt an, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass Bilder gefälscht sind. - Microsoft

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Deepfakes werden oft Bilder und Videos gefälscht.
  • Neue Tools von Microsoft sollen helfen, Fälschungen zu identifizieren.

Für Microsoft ist klar: Falsche Informationen, umgangssprachlich Fake News, sind heutzutage weit verbreitet. Dies geschieht oft auch mit der Hilfe von Deepfakes. Die gefälschten Bilder und Videos sehen täuschend echt aus und können von blossem Auge schwer erkannt werden. Neuerdings werden solche Täuschungen auch gebraucht, um Falschinformationen zum Coronavirus zu verbreiten.

Deepfakes werden zunehmend einfacher in der Produktion und wirken realistischer. (Erklärvideo Bloomberg)

Dem wirkt Microsoft nun mit neuen Programmen und Massnahmen entgegen. In seinem Blogpost von gestern Dienstag kündete der Konzern den Microsoft Video Authenticator an. Die Software kann auf Bildern und Videos mögliche Abweichungen von der Realität erkennen. Und berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Inhalt manipuliert ist.

Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass dies keine langfristige Lösung sei. Künstliche Intelligenz, die zur Erstellung von Deepfakes verwendet wird, entwickle sich weiter. Dies habe zur Folge, dass das Programm eventuell nicht immer zuverlässig funktioniere.

Eine weitere Massnahme, so der Blog, ist ein Tool in Microsoft Azure. Mit diesem können spezifische Hashes und Zertifikate zu Inhalten hinzugefügt werden. Diese werden dann in den Metadaten gespeichert.

Microsoft stellt einen Leser bereit, welcher nach diesen Elementen sucht. So kann die Authentizität eines Inhaltes festgestellt werden.

Kritisches Denken gefragt

Im Blogpost erklärt Microsoft weiter, dass mit diversen Unternehmen zusammengearbeitet wurde. Darunter AI Foundation aus San Francisco, um den Video Authenticator weiterzuverbreiten. Auch sei mit verschiedenen Medienunternehmen gearbeitet worden, welche die Tools ausgiebig testen und verwenden sollen. BBC, CBC/Radio-Canada und die New York Times sind hier alle mit an Bord.

Gegen Ende des Posts wird noch erwähnt, wie wichtig Medienkompetenz und kritisches Denken seien. Der Softwarehersteller rät dazu, nach Fälschungen Ausschau zu halten. Wichtig sei auch zu hinterfragen, wie glaubwürdig konsumierte Nachrichten sind.

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