Die besten Aprilscherze weltweit
Der 1. April ist traditionell ein Tag für Scherze und Streiche. Doch welche waren die besten Aprilscherze rund um den Globus? Wir stellen sie euch vor.

Der 1. April ist ein Tag, an dem weltweit gelacht, getäuscht und die Grenzen des Humors ausgelotet werden. Die Ursprünge reichen von mittelalterlichen Kalenderwechseln über judasbezogene Christuslegenden bis zu Frühlingsfesten, die gesellschaftliche Hierarchien parodierten.
Gemeinsam ist allen Kulturen: Der Drang, mit Kreativität und Augenzwinkern in den Frühling zu starten. Wir schauen uns die besten Aprilscherze an.
Historische Wurzeln: Warum wir am 1. April scherzen
Die populärste Theorie führt den Brauch auf Frankreichs Kalenderreform 1564 zurück: Als Neujahr vom 1. April auf Januar verlegt wurde, verspotteten Skeptiker jene, die am alten Datum festhielten.

Andere Quellen sehen im 1. April Judas Iskariots Geburts- oder Todestag einen christlichen Warnsymbol. Frühlingsfeste, bei denen soziale Normen durch Verkleidungen und Parodien gebrochen wurden, könnten ebenfalls Pate gestanden haben.
In Italien spiegelt der «Marzo pazzo» («verrückter März») die Wetterlaunen wider, die später zum «pesce d’aprile» mutierten. In England rankt sich eine Sage um König Johann, dessen Jagdpläne durch vorgetäuschten Wahnsinn vereitelt wurden.
Die besten Aprilscherze, die Geschichte schrieben
Die BBC setzte 1957 Massstäbe mit einer Dokumentation über «Spaghetti-Ernten» in der Schweiz, die Zuschauer zu Anrufen über Baumzucht veranlasste. Ein ähnlicher Klassiker ist die Warnung vor «Dihydrogenmonoxid» – chemisch korrekt, aber irreführend als angebliches Umweltgift bezeichnetes Wasser.
Technikfans wurden jahrelang mit dem Vaporware-Mythos «Duke Nukem Forever» geneckt, dessen Release-Datum stets am 1. April «bestätigt» wurde. Selbst Software wie Blender integrierte fiktive Funktionen, um Nutzer zu verwirren.
Diese Scherze nutzen gezielt Fachwissenslücken und zeigen: Je seriöser die Inszenierung, desto grösser die Wirkung.
Kreative internationale Bräuche
In Frankreich und Italien heftet man heimlich Papierfische («Poisson d’Avril») auf den Rücken von Opfern. Diese bemerken erst durch den Hinweis «April, April», dass sie hereingelegt wurden.
In den USA sammelte das «Streiche-Museum» in San Diego die «100 besten Aprilscherze», darunter fingierte Produkte wie Linkshänder-Dosenöffner.
Selbst König Heinrich IV von Frankreich fiel 1605 auf einen fingierten Liebesbrief herein. In diesem wurde er zu einem «Narrenball» gelockt, wo ihn der gesamte Hofstaat erwartet.
Unvergessene Privatscherze
Eine klassische Idee ist das Platzieren gefälschter Rechnungen, etwa für einen teuren Jetski, der angeblich am ersten April geliefert wird. Digitale Streiche wie der «Blue Screen»-Prank, verunsichern Kollegen durch eine simulierte Computerpanik und erfreuen sich im Büroalltag grosser Beliebtheit.

Selbst Prominente wie BBC-Moderatoren inszenierten aufwendige Scherze, etwa durch vermeintliche Live-Schaltungen zu «fliegenden Pinguinen» oder «schwebenden Autos».
Apps wie «Dude Car Prank» nutzen Bildbearbeitung, um Kratzer oder Flammen auf Fotos von Autos als «Schadenmeldung» zu manipulieren. Influencer und Unternehmen verbreiten gezielt Fake-News, etwa über «Schoko-Burger» oder «Nebeltrenner» aus mittelalterlichen Apothekenrezepten.
Das waren die besten Aprilscherze 2025
Einige Medien und Behörden setzten 2025 auf humorvolle Falschmeldungen: Die Bremer Wirtschaftsförderung liess laut «Buten un Binnen» Touristen glauben, sie müssten künftig für Fotos mit den Stadtmusikanten bezahlen.
In Hessen verkündete die Lehrergewerkschaft GEW ein «Blockflötenverbot» an Schulen, das sich auf ein geplantes Handyverbot der Landesregierung bezog.

Die Royal Albert Hall in London kündigte ein «Immersive Nokia 3310 Experience»-Konzert an. Hier sollte ein Orchester Klingeltöne des alten Handys spielen, wie «Winfuture» berichtet.