EU kritisiert Todesstrafe für Mörder in Weissrussland

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Belgien,

Weissrussland ist der letzte Staat Europas, der die Todesstrafe vollstreckt. Westliche Staaten und internationale Organisationen kritisieren das Land dafür.

Federica Mogherini bei einer Sitzung.
Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat das Todesurteil kritisiert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Einem 36-Jährigen wird in Weissrussland vorgeworfen, zwei Frauen getötet zu haben.
  • Der Mann hat das erste Todesurteil 2019 in dem osteuropäischen Land bekommen.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat das Todesurteil eines weissrussischen Gerichts gegen einen Mann wegen zweifachen Mordes kritisiert. Man sei entschieden dagegen, diese Form der Strafe einzusetzen, sagte eine Sprecherin heute Freitag in Brüssel. Man hoffe, dass bereits verkündete Todesurteile noch in Haftstrafen umgewandelt würden. Ein Gericht in der Stadt Bobrujsk hatte die Entscheidung bereits am Mittwoch verkündet. Es ist das erste Todesurteil in dem osteuropäischen Land in diesem Jahr.

Dem 36 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, im vergangenen Sommer zwei Frauen getötet zu haben. Er soll die beiden zunächst massiv bedroht haben, teilte die weissrussische Menschenrechtsorganisation Wjasna mit. Daraufhin hätten die beiden Frauen die Polizei verständigt, dabei jedoch aus Versehen eine falsche Adresse mitgeteilt. Die Frauen hätten sich im Badezimmer der Wohnung versteckt, der Täter habe die Tür eingebrochen und die beiden mit Messer und Hammer getötet.

Weissrussland ist der letzte Staat in Europa, der noch die Todesstrafe vollstreckt. Westliche Staaten und internationale Organisationen kritisieren die Führung um den Präsidenten Alexander Lukaschenko dafür. Im vergangenen Jahr wurden in der Ex-Sowjetrepublik vier Todesurteile vollstreckt und zwei Männer zum Tode verurteilt.

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