«Koalition der Willigen»: Ukraine-Gipfeltreffen in Paris
In Paris trafen sich Vertreter von 31 Ländern zur Unterstützung der Ukraine. Die «Koalition der Willigen» beriet über Sicherheitsgarantien und weitere Hilfen.

Am Donnerstag fand in Paris ein Gipfeltreffen der sogenannten «Koalition der Willigen» statt. Vertreter aus 31 Ländern kamen zusammen, um über die weitere Unterstützung der Ukraine zu beraten.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer hatten zu dem Treffen eingeladen. Die Teilnehmer diskutierten über Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Falle einer Waffenruhe mit Russland.
Laut «Deutschlandfunk» ging es auch um mögliche Militärhilfen und finanzielle Unterstützung für Kiew. Frankreich sagte bereits weitere zwei Milliarden Euro an Hilfen zu.
«Koalition der Willigen» ringt um Einigkeit
Trotz der Bemühungen von Macron und Starmer zeigte sich bei dem Treffen keine vollständige Einigkeit. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, konnten sich die Teilnehmer nicht auf alle vorgeschlagenen Massnahmen einigen.

Besonders umstritten war demnach die mögliche Entsendung europäischer Streitkräfte zur Absicherung einer etwaigen Waffenruhe. Frankreich und Grossbritannien wollen dennoch an ihren Plänen festhalten.
Sie kündigten an, in den kommenden Tagen Militärvertreter in die Ukraine zu entsenden. Diese sollen laut «Tagesschau» die Bedingungen vor Ort für einen möglichen Friedenseinsatz prüfen.
Unterstützer vor Herausforderungen
Die Unterstützung für die Ukraine gestaltet sich trotz ausgerufener «Koalition der Willigen» zunehmend schwieriger. Laut ZDF zeigen einige EU-Länder wie Ungarn, Italien und Spanien zunehmend weniger Bereitschaft, sich zu engagieren.
Auch die von der EU vorgeschlagenen Ukraine-Hilfen in Höhe von 40 Milliarden Euro stossen demnach auf Widerstand. Die USA als wichtiger Unterstützer der Ukraine zeigen sich ebenfalls zurückhaltender.
Laut «RND» setzt Kiew daher verstärkt auf die Hilfe der europäischen Verbündeten. Die Koalition muss nun beweisen, wie entschlossen sie tatsächlich ist.
Zukunft der Ukraine-Unterstützung ungewiss
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Paris laut «Süddeutsche Zeitung», dass Russlands Präsident Putin «keine Art von Frieden» wolle. Selenskyj appellierte an die europäischen Partner, ihre Unterstützung fortzusetzen und zu verstärken.

Die Teilnehmer des Gipfels diskutierten auch über die langfristige Unterstützung der ukrainischen Armee. Wie das ZDF berichtet, soll die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gestärkt werden.
Ziel sei es, nach einem möglichen Friedensschluss eine erneute russische Aggression abzuwehren.