Coronavirus: Appetitlosigkeit soll Anzeichen bei Kindern sein

    Laut einer Studie könnte der Appetitverlust bei Kindern ein Anzeichen für das Coronavirus sein. Auch Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen deuten darauf hin.

    Kind Familie Essen
    Kinder sitzen am Familientisch beim Essen. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kinder zeigen im Vergleich zu Erwachsenen andere oder teils gar keine Corona-Symptome.
    • Forscher in London haben die bisher grösste Studie mit Kindern durchgeführt.
    • Die häufigsten seien Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.

    Mehr als ein Drittel der unter 18-Jährigen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, lassen gewisse Mahlzeiten ausfallen. Die meisten davon zeigen allerdings keine typischen Anzeichen für die Krankheit. Nun sind Wissenschaftler der Meinung, dass Appetitlosigkeit ein Anzeichen für das Coronavirus bei Kindern sein könnte.

    Mithilfe einer Corona-Symptom-Tracking-App hat ein Forschungsteam des King's College in London rund 200 infizierte Kinder überwacht. Über die Hälfte von ihnen zeigten laut «Dailymail» keine klassischen Symptome wie Fieber, anhaltenden Husten oder Geruchsverlust.

    Appetitlosigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen

    Die infizierten Kinder hätten vor allem fünf deutliche Symptome gezeigt. Darunter Müdigkeit (55 Prozent), Kopfschmerzen (53 Prozent), Fieber (49 Prozent), Halsschmerzen (38 Prozent). Und eben Appetitlosigkeit (35 Prozent).

    Bei einem von sechs Kindern traten ausserdem juckende Hautausschläge auf. Ein Drittel der Angesteckten habe aber, wie bisher angenommen, keine Symptome gezeigt.

    Corona kinder schule
    Schulen sollten auch während der Corona-Pandemie möglichst geöffnet bleiben. - Keystone

    Forschende der Queen's University in Belfast fanden noch weitere Anzeichen für das Coronavirus bei Kindern. Gemäss ihrer Studie mit 68 Infizierten seien Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall ebenso ein Zeichen für eine Ansteckung.

    Seit die Forscher auch diese Symptome beachteten, konnten 97 Prozent der Fälle richtig diagnostiziert werden. Zuvor waren es nur 76 Prozent.

    Wie Tim Spector, der Entwickler der britischen Covid App, gegenüber «Dailymail» erklärt, habe die Offenhaltung der Schulen Priorität. Es sei also wichtig, die Symptome bei Kindern zu verstehen und richtig deuten zu können. Nur so können Eltern die richtige Entscheidung treffen und ihre Kinder, falls nötig, zu Hause behalten.

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