Das Geheimnis Darmflora wird von Forschenden enthüllt

    Christoph Krummenacher
    Christoph Krummenacher

    USA,

    Das Geheimnis Darmflora wird langsam enthüllt: Die Gesundheit des Darms hat viel mit der Herz-Fitness zu tun.

    Darmflora
    Der Lebensmittelzusatzstoff E171 ist gesundheitsschädlich. Er hat eine negativen Effekt auf die Darmflora. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Gesundheit des Darms beeinflusst die Gesundheit des Herzens.
    • Forschende haben spannende Zusammenhänge entdeckt.

    Im Alter erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies, weil sich die Blutgefässe auf natürliche Art und Weise versteifen.

    Forschende wollten den Gründen für diese Versteifung nun auf den Grund gehen. Sie erkannten Spannendes. Und enthüllen dabei das Geheimnis Darmflora.

    Das Geheimnis Darmflora

    Die Wissenschaftler der University of Colorado Boulder teilen ihre Erkenntnisse im Fachmagazin «Journal of Physiology». Ihre Studie stellt fest, dass natürliche Veränderungen des Darmmikrobioms zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Gefässe führen.

    Unter Mikrobiom sind alle Lebewesen – vor allem Bakterien – gemeint, die sich im menschlichen Darm tummeln. Die Studie stützt sich auf Untersuchungen an Mäusen. Es ist die erste derartige Studie, die diesen Zusammenhang aufzeigen konnte.

    Labormäuse
    Ein Freiburger Uni-Forscher wurde gebüsst, weil er bei einem Laborexperiment mit Mäusen gegen das Tierschutzgesetz verstiess. (Archivbild) - keystone

    Effekt tritt erst im Alter auf

    Die Studie zeigt, dass die Darmbakterien vor allem bei älteren Mäusen die Gefässgesundheit negativ beeinflusste. Die Studie findet damit eine Begründung für einen Zusammenhang, welche schon länger bekannt ist.

    Denn: Die Forscher konnten nun aufzeigen, warum Stress und Entzündungen zu kranken Arterien führen. Vermutlich beginnt die Darmmikrobiota im Alter toxische Moleküle zu produzieren.

    Diese kommen dann in den Blutkreislauf und verursachen die Entzündungen und Stress. Dies wiederum schädigt das Gewebe.

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