Neue Studie: Hunde können riechen, wenn Menschen gestresst sind
Gemäss einer neuen Studie riechen wir anders, wenn wir gestresst sind. Uns Menschen fällt das nicht auf, Hunden mit ihren feinen Nasen aber schon.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine neue Studie belegt, dass Menschen anders riechen, wenn sie gestresst sind.
- Hunde können den Unterschied klar ausmachen.
- Bei den Versuchen lagen ihre Nasen in 675 von 720 Fällen richtig.
Das Leben ist oft ein Stress, sei es wegen der Arbeit, einem Streit, einem Problem oder gar einem Todesfall. Dass solche Situationen unseren Blutdruck erhöhen und unseren Puls beschleunigen, weiss die Forschung schon lange. Jetzt beweist eine Studie, dass sie auch unseren Geruch verändert.
Wie Stress riecht, wissen wir nicht, weil unsere Nase dafür zu schlecht ist. Anders sieht das bei dem besten Freund des Menschen aus: Hunde können riechen, wenn wir gestresst sind.
Hunde können unseren Stress deutlich riechen
In einer Studie der Universität Belfast wurden Hunden Schweiss- und Atemproben von drei Menschen vorgesetzt. Eine davon war von Personen in Stresssituationen. Die Hunde erschnüffelten diese in 675 von 720 Versuchen.
Die Hunde hätten klar angezeigt, dass eine gestresste Person anders riecht, sagt Studienleiterin Clara Wilson gegenüber dem «Guardian». «Diese Studie hat definitiv bewiesen, dass sich das Geruchsprofil von Menschen bei einer Stressreaktion verändert.»
Wie genau die Chemie dahinter funktioniert und welche Stoffe die Hunde genau erkennen, ist noch nicht erforscht. Bei den tierischen Studienteilnehmer handelte es sich um trainierte Spürhunde.
Wilson hält es aber für «gut möglich», dass auch Haustiere mit ihren guten Nasen unseren Gemütszustand riechen können. Sie hofft, mit ihren Erkenntnissen zum Beispiel bei der Ausbildung von Servicehunden weitere Fortschritte erzielen zu können.