Wasser

Coiffeure sammeln Kunden-Haare und reinigen so Wasser

Linda Carstensen
Linda Carstensen

Belgien,

In Belgien sammeln Coiffeure alle abgeschnittenen Haare ein und geben sie an eine NGO weiter. Diese recycelt das Haar zum Schutz der Umwelt.

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Eine Coiffeuse schneidet einer Kundin die Haare. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Belgische Coiffeure sammeln abgeschnittene Haare, um diese zu recyceln.
  • Das Recycling übernimmt eine NGO.
  • Aus den Haaren werden Filz-Vierecke hergestellt, die Kohlenwasserstoff absorbieren.

In ganz Belgien sammeln Coiffeure die von ihrer Kundschaft abgeschnittenen Haare ein und geben sie an eine NGO weiter. Diese recycelt die Haare zum Schutz der Umwelt.

Die Locken und Strähnen werden dafür in eine Maschine gegeben, die sie in verfilzte Vierecke transformiert. Diese können zur Absorption von Umwelt verschmutzenden Kohlenwasserstoffen oder zur Herstellung von Biokomposit-Taschen verwendet werden. Das Projekt nennt sich «Hair Recycle».

So stark sind Haare

Ein Kilogramm Haar kann bis zu acht Liter Kohlenwasserstoff absorbieren, wie Patrick Janssen erklärt. Er ist der Mitbegründer des Projekts. Ausserdem könnten die Verfilzungen in die Kanalisation gelegt werden. Dort würden sie das verschmutzte Wasser reinigen, bevor es einen Fluss erreicht.

Legen Sie Wert auf Recycling?

Haare haben starke Eigenschaften, wie es auf der Website des Projekts heisst. Eine Strähne kann das Zehnmillionenfache ihres Eigengewichts tragen. Sie können nicht nur Kohlenwasserstoffe absorbieren, sondern sind aufgrund ihrer Keratinfasern auch wasserlöslich und sehr elastisch.

«Schade, dass Haare in den Müll geworfen werden»

Isabelle Voulkidis ist die Geschäftsführerin des Salons Helyode in Brüssel. Sie zahlt eine geringe Gebühr an das Projekt, um ihre Haarschnitte zu sammeln.

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Eine Coiffeuse schneidet ihrer Kundin die Haare. (Archivbild) - Keystone

«Was mich persönlich motiviert, ist, dass ich es schade finde, dass Haare heutzutage einfach in den Müll geworfen werden. Dabei weiss ich doch, dass man so viel damit machen könnte», sagt sie gegenüber Reuters.

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