Der nächste «Big Deal» im Leadership 4.0

Rund um Weiterbildung
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Zürich,

Gute Führungskräfte fordern und fördern Talente. Und sie können die Talente und gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich binden mit dem besten Anreizsystem

Gute Führungskräfte fordern und fördern Talente
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vom Kader wird u.a. erwartet wichtige Verbindungen zwischen Trends, Strategie und den Mitarbeitenden zu bilden.
  • Gute Mitarbeitende zu halten, hängt auch vom Umgang der Vorgesetzten ab. Die richtige Führung ist deshalb wichtig.

Führungskräfte werden immer mehr zu Brückenbauern. Wissen und Informationen müssen so geteilt werden, dass die Mitarbeitenden eigenständig und motiviert an Ideen arbeiten können. Viele Studien zeigen, dass Know-how-Transfer, Talentförderung, das Schaffen von Entwicklungsmöglichkeiten und eine attraktive Berufsperspektive sowie die emotionale Einbindung in die Projekte eine optimale Führung 4.0 in naher Zukunft ausmachen. Dies sind die besten Treiber für gute Leistungen und erleichtern die Führung enorm.

Transformationsprozess als unternehmenskulturelle Herausforderung

Aber: Führung 4.0 und der damit verbundene Wandel im Verhältnis der Führungskraft zum Personal ist noch ausbaufähig. Jeder Transformationsprozess ist jeweils auch eine unternehmenskulturelle Herausforderung. «Das Heil kann man deshalb keineswegs in Technologien alleine finden. Gewinnen werden diejenigen, denen es gelingt, die Menschen auf dem Weg der Transformation mitzunehmen», sagen Fachleute auf diesem Gebiet wie beispielsweise die Referentinnen und Referenten am alljährlichen WEKA Laedership Forum, das am 31. Januar 2019 im Technopark Zürich über die Bühne geht.

Zu Leadership gehört Talentmanagement

Diana Roth lebt und arbeitet in Bern, ist Dozentin für Personalmanagement für Führungsfachleute an der TEKO Basel und nach eigener Definition «HerzBlutPersonalerin». Sie ist eine Befürworterin von Talentmanagement als Chefsache. So wie auch Peter Schaller, Dozent und Fachmann für Talentmanagement an der Lernwerkstatt Olten. Peter Schaller betont, dass Mangel an Perspektiven und persönlicher Weiterentwicklung der «Killer» im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden sei: «Damit nicht auf einmal andere von der Konkurrenz vom Talent Ihres Schützlings profitieren, ist Talentmanagement gefragt.» Diana Roth kann dem nur beipflichten. «Hilfe – ich finde nie gute Mitarbeiter … und wenn ich sie gefunden habe, laufen sie mir nach spätestens sechs Monaten weg. Ich habe es so satt!» Diese Aussage stammt von einem ihrer Coaching-Klienten, einem Personalleiter aus der Baubranche. Roth: «Gemeinsam gingen wir diesem Phänomen auf die Schliche, und es stellte sich Folgendes heraus: Es gab keine Arbeitgebermarke. Man erwartete einfach, dass man gerne dort arbeitet. Schliesslich habe man einen Namen in der Region. Aber: Ein Name alleine genügt nicht mehr. Die positive Arbeitgebermarke muss aufgebaut, gepflegt werden, um langfristig hoch qualitative Mitarbeitende auf dem Markt zu gewinnen.» Diana Roth merkte auch, dass das Thema Personalentwicklung kaum grosses Gewicht hatte. Weiterbildungen fanden nur auf eigene Faust statt. Es wurden keine Mitarbeitende gefördert, da Vorgesetzte immer Angst hatten, dass die Mitarbeitenden danach abspringen. «Das Gegenteil ist aber der Fall: Je mehr ein Unternehmen in die Mitarbeiter investiert, desto länger bleiben sie dem Unternehmen treu, und der Mehrwert ist enorm. Mitarbeiter, die gefördert werden, fühlen sich wertgeschätzt, anerkannt und: Sie können wachsen. Kommt hinzu, dass das Betriebsklima positiver ist und der Output für die Kunden dementsprechend attraktiv.“

Ergo: Einer der wichtigsten Faktoren eines modernen Leadership ist das Talentmanagement mit dem Ziel, Gewinnung, Beurteilung, Entwicklung, Motivation und Bindung von Mitarbeitenden zu sichern. Talentmanagement ist ein Gesamtprozess, bestehend aus abgrenzbaren Einzelelementen. Dieser Prozess richtet sich nach dem Personalbedarf der Unternehmung. Die Einzelelemente sind die Gewinnung, Identifikation, Entwicklung, Einsatz und die Bindung der Talente.

Vernetzt denkende Führungsleute in einer vernetzten Welt

Ebenso wichtig sind künftig jene Führungsfachleute, die bestens auf der Klaviatur der Menschenführung spielen können. Der klassische Chef existiert nicht mehr, sagen Expertinnen und Experten. Dies betreffe jede Branche und jede Hierarchiestufe. In der vernetzten Arbeitswelt von morgen wird personelle und betriebswirtschaftliche Führung von Mitarbeitenden und Teams anspruchsvoller und das Kompetenzfeld breiter. Der Umgang mit immer komplexeren Leadership- und Managementaufgaben setzt Fachwissen sowie auch Kenntnisse in Problemlösestrategien voraus. Methoden- und Sozialkompetenz sind ebenso wichtige Aspekte für die tägliche Arbeit in einer Führungsposition.

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