«Harte Auswirkungen» für die Ostschweizer Wirtschaft erwartet

Die angekündigten US-Zölle könnten die Ostschweiz hart treffen, warnt die Industrie- und Handelskammer.

IHK
Die IHK erwartet, dass sich die Schweizer Handelsdiplomatie gegenüber den USA rasch und dezidiert für eine Entschärfung der Situation einsetzt. (Symbolbild) - Bernd Wüstneck/zb/dpa

Die St. Galler Industrie- und Handelskammer geht in einer Reaktion auf die angekündigten US-Zölle gegen Schweizer Produkte von «besonders harten Auswirkungen» für die Ostschweiz aus. Im Thurgau rechnet die Handelskammer etwa mit einer Verteuerung der Lieferketten.

Die angekündigten Zölle von über 30 Prozent träfen die Firmen in einer Phase schwacher Auftragslage und struktureller Herausforderungen, schrieb die Industrie- und Handelskammer (IHK) St. Gallen-Appenzell am Donnerstag in einer Mitteilung. Besonders betroffen sein dürften Betriebe, deren Wertschöpfung stark in internationale Lieferketten eingebunden ist.

Ähnlich sieht es die IHK Thurgau und geht davon aus, dass die Betriebe zusätzlich von Zöllen gegen die EU betroffen sein werden: «Denn diese werden die Preis- und Kostenanpassungen über die Lieferketten zu spüren bekommen», schrieb die IHK Thurgau.

Schweizer Diplomatie gefordert

«Die IHK erwartet, dass sich die Schweizer Handelsdiplomatie gegenüber den USA rasch und dezidiert für eine Entschärfung der Situation einsetzt», hiess es im Communiqué weiter. Analog zum Thurgauer Wirtschaftsverband betonte auch die IHK St. Gallen-Appenzell die Wichtigkeit von stabilen Beziehungen zur Europäischen Union, dem wichtigsten Handelspartner für die Ostschweiz.

Trotz der Unsicherheiten sei Panik fehl am Platz, so die IHK Thurgau weiter. Die Eskalation eines Handelskonfliktes gelte es «nach aller Möglichkeit» zu vermeiden.

Ostschweizer Exporte in Gefahr

Ostschweizer Unternehmen exportierten gemäss Zahlen der IHK St. Gallen-Appenzell im vergangenen Jahr Waren im Wert von über 2,3 Milliarden Franken in die USA. 14 Prozent aller Ostschweizer Warenexporte gingen in die Vereinigten Staaten. Mit Abstand am meisten lieferten die Unternehmen in die Länder der EU mit einem Exportanteil von 58,7 Prozent.

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Kommentare

User #1239 (nicht angemeldet)

Die Ostschweiz exportiert massig mehr Käse nach China, dadurch sinken die Handelsüberschüsse in die USA wir bekommen bei Barba-Papa Donny einen schönen Rabatt und vielleicht noch ein rote Mütze Ende Jahr.Rabatt.

User #3259 (nicht angemeldet)

Könnt ja eine Volksabstimmung dagegen starten, so wie ich hier immer lesen muss "Das Volk hat das letzte Wort", Vielleicht interessiert es Onkel Doni, was Südschweden da entscheidet! :-))))

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