Kanton Zürich: Deshalb tauschen Hausbesitzer weniger Heizungen aus
Der Austausch fossiler Heizungen im Kanton Zürich hat 2024 einen Dämpfer erlitten. Der Kanton bleibe aber auf Kurs zur Klimaneutralität, heisst es.

Das Wichtigste in Kürze
- Trotz rückläufiger Zahlen beim Heizungswechsel verliert fossile Energie an Boden.
- Die Preise für Strom und Wärmepumpen sind gestiegen.
Laut der Baudirektion wurden im Kanton Zürich nur noch rund 3200 Öl- und Gasheizungen mit Fördergeldern ersetzt. Das ist ein Viertel weniger als im Vorjahr. Darüber berichtet heute der «Tagesanzeiger».
Temporärer Effekt erwartet
Die Baudirektion geht von einem «temporären Effekt» aus. Für 2025 rechnet sie wieder mit mehr Heizungsersatz durch erneuerbare Systeme.
Albert Leiser, Direktor des HEV Zürich, betont im «Tagi»: «Wir machen oft die Beobachtung, dass Hauseigentümer Sanierungen unabhängig von Förderprogrammen über den kompletten Gebäudelebenszyklus hinweg planen.»
Fakt ist aber auch, dass die Preise für Strom und Wärmepumpen gestiegen sind. Aus diesem Grund hätten sich weniger Hausbesitzer dazu entschieden, ihre fossile Heizung zu ersetzen, heisst es.

Trotz möglicher Kürzungen der Bundesbeiträge zum Gebäudeprogramm bleiben Experten optimistisch. Sie sehen den Gebäudesektor auf Kurs zu den Klimazielen.
Langfristige Perspektive bleibt positiv
Baudirektor Martin Neukom zeigt sich jedenfalls zuversichtlich, wie der «Tagesanzeiger» weiter berichtet. Das neue Energiegesetz von 2022 werde die Entwicklung Richtung Netto-Null beschleunigen.
Mit strengeren Vorgaben und dem natürlichen Ersatzzyklus von Heizungen sieht der Kanton Zürich seine Klimaziele nicht gefährdet.