Menziken AG: Junioren-Kick eskaliert komplett!
Nach turbulenten Szenen bei einem A-Junioren Cup-Halbfinal zwischen dem FC Menzo Reinach und dem FC Mutschellen muss die Polizei eingreifen.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Mittwochabend kam es zu einer Auseinandersetzung zweier A-Junioren Teams.
- Die Bilanz: keine Schlägerei, aber viel Tumult und fünf leicht Verletzte.
- Die Polizei musste mit vier Patrouillen ausrücken.
- Als Konsequenz zieht der FC Menzo Reinach seine A-Junioren zurück aus der Meisterschaft.
Die A-Junioren des FC Menzo Reinach erlitten am Mittwochabend zu Hause eine bittere Niederlage gegen den FC Mutschellen. Der entscheidende Moment kam im Elfmeterschiessen, das die Gäste für sich entschieden.
«Unser Torhüter lag vor Frust am Boden», sagte Vitor Malota, Trainer der Gastgeber, gegenüber «Tele M1». Kurz darauf eskalierte jedoch die Situation.
Die Kantonspolizei Aargau beschreibt den Ursprung der Auseinandersetzung. Ersten Erkenntnissen zufolge seien zwei Spieler nach Abpfiff aneinandergeraten, wie Mediensprecherin Vanessa Rumpold dem Sender erklärt.
Fans und weitere Akteure hätten sich daraufhin eingemischt, was zu einer grösseren Auseinandersetzung geführt habe. Eine Schlägerei habe es laut der Polizei jedoch nicht gegeben.
Verletzte Spieler und Polizei im Einsatz
Eine Unsportlichkeit gegenüber dem heimischen Torhüter soll der Auslöser gewesen sein. Die Bilanz: Ein Spieler des Heimteams und vier Spieler von Mutschellen wurden leicht verletzt.

Der Schiedsrichter alarmierte die Polizei, woraufhin vier Patrouillen zum Einsatz kamen. Der FC Mutschellen hat sich ebenso zu dem Vorfall geäussert.
Vereinspräsident Pietro Bascio schreibt: Man «distanziert sich in aller Deutlichkeit von jeglichem Verhalten, das nicht den Grundwerten des Sports und des gegenseitigen Respekts entspricht.»
Man sei im Austausch mit den zuständigen Stellen und wolle den Fall konstruktiv und transparent aufarbeiten.
FC Menzo Reinach steht unter Beobachtung
Der Aargauische Fussballverband hat nach dem Vorfall eine Untersuchung eingeleitet.
Zuerst sollen Gespräche mit den Betroffenen stattfinden und der Schiedsrichterrapport ausgewertet werden. Der Verband gibt an, dass der FC Menzo Reinach ohnehin schon unter Beobachtung stehe.
Dies aufgrund ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit.
Konsequenzen für FC Menzo Reinach
Bereits jetzt hat der Verein reagiert. Vitor Malota, der auch Juniorenobmann des FC Menzo Reinach ist, zog drastische Konsequenzen.
Bei «TeleM1» erklärte er, dass per sofort das eigene A-Junioren-Team «aus Schutzgründen» aus dem Meisterschaftsbetrieb zurückgezogen wird.