Radio Liechtenstein stellt am Donnerstag den Sendebetrieb ein

Das Radio Liechtenstein stellt am Donnerstag um 18 Uhr den Betrieb ein – nach dem Ausbleiben einer erfolgreichen Privatisierung.

Radio Liechtenstein
Nach fast 30 Jahren endet der Betrieb von Radio Liechtenstein. - KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Radio Liechtenstein stellt am Donnerstagabend um 18.00 Uhr den Sendebetrieb endgültig ein. Der Sender hatte es nach dem Wegfall der staatlichen Fördergelder nicht geschafft, privatisiert zu werden.

«Nach knapp 30 Jahren als Radiosender im Fürstentum verabschiedet sich die Stimme Liechtensteins aus dem Äther», schrieb Radio Liechtenstein am Donnerstag auf seiner Webseite. Grundlage für den Schritt sei der Entscheid zur Privatisierung, der im vergangenen Jahr im Rahmen einer Volksabstimmung gefällt worden sei.

Eine Überführung in eine private Trägerschaft sei bis Ende Jahr nicht realisierbar, hatte die Regierung Liechtensteins erst letzten Dienstag mitgeteilt. Der Sender müsse noch im ersten Halbjahr 2025 eingestellt werden.

Keine konkreten Übernahmeangebote

Es bestehe weder ein konkretes Übernahmeangebot von privaten Investoren, noch gebe es eine politische Verständigung für eine Verlängerung der Frist zur Aufhebung des Rundfunkgesetzes.

«Die bestehende Struktur des Senders wird damit aufgelöst und der Auftrag als öffentlich-rechtliches Medium endet», schreibt Radio Liechtenstein. Mit der Abschaltung ende ein bedeutendes Kapitel der Medienlandschaft Liechtensteins.

Die liechtensteinische Stimmbevölkerung hatte letzten Oktober an der Urne dem öffentlich-rechtlichen Landessender Radio Liechtenstein den Stecker gezogen. Eine Volksinitiative, welche die Streichung der staatlichen Gelder für Radio Liechtenstein forderte, war mit 55 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen worden.

Streit um Medienförderungsgelder

Die Initianten hatten moniert, dass der Sender mit knapp vier Millionen Franken im Jahr 70 Prozent der gesamten Medienförderungsgelder des Kleinststaates erhielt und wiederholt mit Notkrediten gerettet werden musste. Sie spekulierten auf einen privaten Nachfolgesender nach Schweizer Vorbild.

Kommentare

User #6247 (nicht angemeldet)

Schweizer kommst Du nach Lichtenstein, tritt nicht daneben, tritt mitten drein

User #1204 (nicht angemeldet)

Ein Vorbild für die SRG.

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a
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