Visana-Chef: Mischen uns nicht ins operative Spital-Geschäft ein

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Bern,

Visana ist bei einer privaten Spitalgruppe eingestiegen, will sich aber nicht ins operative Geschäft einmischen. Es soll aber ein alternatives Modell geben.

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Bei der obligatorischen Krankenversicherung musste Visana einen Verlust von 99,7 Millionen Franken verbuchen nach -70,2 Millionen im Jahr davor. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Das Wichtigste in Kürze

  • Visana ist bei der privaten Spitalgruppe Swiss Medical Network eingestiegen.
  • Man wolle sich aber nicht ins operative Geschäft einmischen, so Chef Eggli.
  • Für die Grundversicherung werde ein alternatives Versicherungsmodell aufgebaut.

Nach dem Einstieg der Versicherungsgruppe Visana bei der privaten Spitalgruppe Swiss Medical Network wolle sich die Krankenkasse nicht ins operative Geschäft einmischen. «Aber wir bringen uns beim Aufbau der Versorgungsregionen ein», sagte Visana-Chef Angelo Eggli.

So werde auf nächstes Jahr – vorerst nur – im Berner Jura ein alternatives Versicherungsmodell für die Grundversicherung aufgebaut. Mit Spitälern soll ein fixes Budget für die Versorgung der Patientinnen und Patienten dieses Modells ausgehandelt werden, sagte Eggli in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem «Bieler Tagblatt».

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Das Spital des Swiss Medical Network in Moutier JU. - keystone

Zu direkten Tarifverhandlungen zwischen der Krankenkasse und den Spitälern soll es aber nicht kommen: «Es wird in der Grundversicherung keine direkten Verhandlungen zwischen Visana und Swiss Medical Network geben. Visana bleibt Kundin bei Tarifsuisse, die für eine ganze Gruppe von Krankenkassen die Spitaltarife aushandelt», so Eggli.

Am Dienstag hatte Visana bekannt gegeben, dass sie bei der privaten Spitalgruppe Swiss Medical Network einsteigt. Damit wolle die Krankenkasse das Schweizer Gesundheitssystem von einem «Krankheitssystem in ein echtes Gesundheitssystem zu verwandeln». Swiss Medical Network gehört zur Hotel- und Privatklinikgruppe Aevis Victoria und verfügt über 21 Kliniken und Spitäler sowie mehr als 60 ambulante Zentren in 15 Kantonen der Schweiz.

Kommentare

User #1585 (nicht angemeldet)

Eine Krankenkasse die beim Spital einsteigt. 1. macht man so den Bock zum Gärtner und 2. sollte eine Krankenkasse ihre Gewinne den Prämienzahlern zurück geben müssen.

User #5300 (nicht angemeldet)

Sie verdienen auch kein Gewinn mit der Krankenkasse, das Geld kommt von der Reserve...

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