Umtausch von griechischen Anleihen erfolgreich
Es geht bergauf: Erst Mitte November hatte Griechenland hatte Investoren den Umtausch von Anleihen angeboten. Nun sollen bereits rund 35 Milliarden Franken umgetauscht worden sein. Ein finanzieller Fortschritt für das hoch verschuldete Land.

Griechenland kann bei der angestrebten Rückkehr an die Finanzmärkte einen weiteren Teilerfolg verbuchen. Das hoch verschuldete Land verschaffte sich über einen gelungenen Anleihetausch zusätzliche Liquidität. Von den angepeilten knapp 30 Milliarden Euro (rund 35 Milliarden Franken) seien bisher 25,47 Milliarden (rund 29 Milliarden) in neue, günstigere Papiere umgetauscht worden, bestätigte der griechische Regierungssprecher Dmitris Giannakopoulos am Mittwoch in Athen Angaben des staatlichen Rundfunks.
Endgültige Ergebnisse werde es in den nächsten Tagen geben, berichtete das in der Regel gut informierte Finanzportal capital.gr. Die neuen Anleihen haben eine Laufzeit von fünf bis 25 Jahren haben. Der Zinssatz variiere je nach Laufzeit zwischen 3,5 und 4,2 Prozent. Griechenland will stufenweise an die Geldmärkte zurückkehren. Im Juli war erstmals seit 2015 der Links-Rechts-Regierung unter Alexis Tsipras ein Testlauf für die angestrebte Rückkehr gelungen. Es wurden drei Milliarden Euro am Anleihemarkt eingesammelt.
Das dritte griechische Rettungsprogramm mit Hilfen von bis zu 86 Milliarden Euro endet im August 2018. Danach hofft Athen, das seit 2010 auf Kredithilfen angewiesen ist, sich wieder allein finanzieren zu können.
Das Wichtigste in Kürze
- Im November unterbreitete Griechenland den Vorschlag, Anleihen in Milliardenhöhe umzutauschen.
- Der Tausch ziele auf die Erhöhung der Liquidität, hiess es damals.
- Nun sollen bereits rund 35 Milliarden Franken erfolgreich umgetauscht worden sein.