Handel

Wie die Schweiz mit den USA Handel betreibt

Keystone-SDA
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Bern,

Der Handel zwischen der Schweiz und den USA besteht aus weit mehr als nur Gütern. Dabei ist für die Schweiz allerdings der Dienstleistungshandel wichtiger.

USA
Die USA sine einer der wichtigsten Handelspartner für die Schweiz. - sda

Die Interessen der Schweiz und USA bestehen nicht nur in Gütern, sondern auch im Tourismus, im Arbeitsmarkt und in der Bildung. Während die USA für die Schweiz gemäss einem Wirtschaftsbericht die wichtigste Exportdestination ist, rangiert die Schweiz auf Rang sieben der wichtigsten Direktinvestoren in den USA.

Den Schweizer Export in die USA dominierten 2023 mit 57 Prozent pharmazeutische Produkte, Vitamine und Diagnostika, wie die Schweizer Botschaft in den USA in ihrem Wirtschaftsbericht schrieb. Den zweiten grossen Anteil machen Uhren und Schmuck mit 20 Prozent aus. Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine kamen auf 15 Prozent, Maschinen und allgemeine Elektronik auf deren 8.

Der Warenhandel im Export belief sich 2023 auf 48,8 Milliarden Franken. Provisorische Daten für 2024 zeigen einen Anstieg auf 52,66 Milliarden Franken. 2005 waren es noch 16,33 Milliarden gewesen.

Die sektoriellen Schwerpunkte bei den Importen aus den USA in die Schweiz sind die gleichen wie bei den Exporten. Zwar stieg der Handel seit 2005 deutlich an. Waren es damals noch 6,99 Milliarden Franken gewesen, sind es laut provisorischen Daten für 2024 14,13 Milliarden. Seit drei Jahren sind diese Zahlen jedoch rückläufig. Das Handelsvolumen im Import betrug 2022 noch 15,19 Milliarden Franken. Demnach nahm der Handelsüberschuss mit den USA weiter zu.

Wichtiger als der Güterhandel für die Schweiz ist allerdings der Dienstleistungshandel. In diesem Bereich sind die USA der wichtigste Handelspartner des Landes, wie es im Wirtschaftsbericht hiess.

Schweiz hat für USA als Direktinvestorin bedeutende Stellung

Auf 70,9 Milliarden Franken belief sich der bilaterale Handel im Dienstleistungsbereich gemäss Daten aus dem Jahr 2022. Unter diesen Bereich fallen beispielsweise Reisen, Finanz- und IT-Dienstleistungen. Hier gab es 2022 ein historisches Defizit von 21 Milliarden Franken.

Für die USA hingegen hat die Schweiz als ausländische Direktinvestorin eine bedeutende Stellung. 2022 investierte sie 307,2 Milliarden US-Dollar und landete damit auf Rang sieben.

Der Wert der Schweizer Direktinvestitionen mache ungefähr 20 Prozent des schweizerischen Gesamtbestandes aus, hiess es im Wirtschaftsbericht weiter. Schweizer Investoren beschäftigen auf dem US-Markt rund eine halbe Million Personen und zahlen im Quervergleich aller Investorenländer die höchsten Durchschnittslöhne.

Weiter haben die USA grosses Interesse am Schweizer Bildungsmodell. In diesem Bereich besteht eine Vereinbarung, die die Zusammenarbeit der beiden Länder bei der beruflichen Bildung fördert. Dies betrifft insbesondere Schweizer Unternehmen, die in den Vereinigten Staaten Ausbildungsprogramme nach dem Schweizer Modell umgesetzt haben.

Amerikanerinnen und Amerikaner tragen überdies zum Wachstum des Schweizer Tourismus bei. Mit 42 Millionen Hotelübernachtungen war dieser 2023 erfolgreicher als jemals zuvor. Laut dem Wirtschaftsbericht gehen drei Millionen Übernachtungen auf Gäste aus den USA zurück.

Kommentare

User #5617 (nicht angemeldet)

"US-Interesse am CH-Bildungsmodel"? Das galt wohl unter Biden. Für Trump ist Bildung nur sekundär, siehe Abschaffung des Bildungsministerium....

User #5426 (nicht angemeldet)

😝 Wenn nicht so traurig wäre , würde ich lachen. Aber die Schweizer, die besten Hater, kriegen nun selbst zu spüren, was sie der EU wünschen, und sogar höhere Zölle. Vieleicht solltete ihr euch anders ausrichten..... aber das ist schwer.....

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