Temporäre Notunterkunft für Geflüchtete in Lenzburg im Dezember

Wie der Kanton Aargau berichtet, wird aufgrund des anhaltenden Zustroms von Geflüchteten eine neue unterirdische Unterkunft eröffnet.

Lenzburg Gemeindeverwaltung
Die Gemeindeverwaltung Lenzburg. - Nau.ch

Wegen der anhaltend hohen Zahl an Geflüchteten zeichnet sich ab, dass die Kapazitäten in kommunalen und kantonalen Unterkünften bald erschöpft sind. Mit der Geschützten Sanitätsstelle (GSS) Lenzburg wird in der ersten Dezemberhälfte 2023 die vierte Notunterkunft im Kanton Aargau in Betrieb genommen.

Darin können bis zu 150 Personen untergebracht werden. Weil die unterirdische Unterbringung für geflüchtete Personen über eine längere Dauer nicht geeignet ist, sollen diese Notunterkünfte nur so lange wie nötig betrieben werden.

Kanton und Gemeinden suchen deshalb weiterhin neue, oberirdische Unterkünfte, um zusätzliche Plätze zu schaffen. Bei den Zivilschutzanlagen, die als Notunterkünfte in Frage kommen, handelt es sich um Anlagen, die nicht für andere Bevölkerungsschutzzwecke vorgesehen sind und in der Regel nicht Teil der Schutzraumplanung für die Bevölkerung sind.

Eingang in Unterkunft / Umgebung

Die GSS Lenzburg befindet sich auf dem Areal der Berufsschule Lenzburg. Vor der Eröffnung der Unterkunft wird der Kantonale Sozialdienst (KSD) drei Container installieren, die den Geflüchteten einen Aufenthalt ausserhalb der unterirdischen Unterkunft ermöglichen.

Um die Privatsphäre der Geflüchteten zu schützen und den Personenfluss zu leiten, wird ein Sichtschutz angebracht. Die Geflüchteten werden das Areal der Berufsschule sowie dessen direkte Umgebung nicht nutzen. Betreuungspersonen und ein Sicherheitsdienst achten auf die Einhaltung der definierten Aufenthaltszonen.

Betrieb durch ORS

Die Betreuung der Geflüchteten übernimmt die ORS Service AG in einem 24-Stunden-Betrieb. In einer ersten Phase unterstützt die Zivilschutzorganisation Lenzburg Seetal mit rund zehn Personen den Betrieb.

Diese leisten beispielsweise Hilfe beim Eintrittsprozess in die Unterkunft und bei der Logistik. Der KSD setzt zudem eine Begleitgruppe mit Vertretungen des Stadtrats Lenzburg, der Berufsschule Lenzburg, der Blaulichtorganisationen, der ORS Service AG sowie der Anwohnerschaft ein.

Informationsanlass für die Bevölkerung

Am Samstag, 9. Dezember 2023, von 10 bis 12 Uhr, findet ein Begehungsanlass für die Bevölkerung statt. Vertreterinnen und Vertreter des KSD, der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz, der ORS Service AG sowie der Stadt Lenzburg werden vor Ort sein und Auskunft über den Betrieb der Unterkunft geben.

Weitere Notunterkünfte

Sollte die Flüchtlingswelle anhalten und die aktuellen Notunterkünfte nicht ausreichen, so stehen in den Gemeinden Laufenburg, Obersiggenthal und Gränichen weitere Schutzanlagen zur Verfügung, die als Notunterkünfte eingesetzt werden könnten.

Die Behörden dieser drei Standortgemeinden sind vom KSD über die mögliche Entwicklung vorinformiert worden.

Kommentare

User #4164 (nicht angemeldet)

Seltsame Formulierung: "solange wie nötig ?" Und was macht eigentlich Bundesrätin Baum-Schneider so ?

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