Bevölkerungsumfrage zeigt Zufriedenheit und klare Wünsche
Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen eine hohe Zufriedenheit mit Wettingen. 94 Prozent würden die Gemeinde empfehlen, doch es gibt auch Verbesserungsbedarf.

Wie die Gemeinde Wettingen berichtet, fühlte der Gemeinderat während rund einem Monat bei der Bevölkerung erneut den Puls mittels einer Befragung zu verschiedenen Themen. Das Ergebnis fällt positiv aus, zeigt aber auch Handlungsfelder auf.
Der Fragebogen beinhaltete die Themen Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Information/Kommunikation, Steuern, Verkehr, Leben in der Gemeinde, Entsorgung/Sauberkeit, Schulen, Versorgung/Dienstleistungen, Sicherheit, Gesundheit, Regionale Zusammenarbeit sowie diverse Abschlussfragen.
Sehr positiv schliessen die Fragen «Sicherheit während des Tages, Anzahl Kehricht- und Grünabfuhren, ausreichendes Busangebot und ausreichende Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde» ab.
Im tieferen Bereich liegen die Rückmeldungen zu «Wohnungsangebot in der Gemeinde, Miet- und Kaufpreise von Immobilien in der Gemeinde sowie Preise für die Versorgung». Die Behörde ist sehr erfreut über das sehr gute Zeugnis, das dem Gemeindepersonal ausgestellt wird.
Hintergründe zur Umfrage
Ziel dieser Umfrage war es, die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner systematisch zu erfassen und ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung abzuholen. Die Ergebnisse der Umfrage liegen mittlerweile in einem Schlussbericht vor.
Die ganze Region Limmattal unterliegt einem grossen Siedlungsdruck, was die Miet- und Kaufpreise für Liegenschaften in die Höhe treibt. Für die öffentliche Hand ist es schwierig, diesem Trend entgegenzuwirken.
Erfreuliche Gesamtzufriedenheit
Die Beurteilung der Gesamtzufriedenheit mit der Gemeinde zeigt ein sehr erfreuliches Bild. Auf einer Skala von 1 bis 10 erreicht die Gesamtzufriedenheit einen Mittelwert von 7,85. Ein Grossteil der Befragten (84 Prozent) bewertet ihre Zufriedenheit zwischen 7 bis 10 Punkten.
94 Prozent der Teilnehmenden würden ihren Freunden und Bekannten empfehlen, in der Gemeinde zu wohnen, und 90 Prozent glauben, dass sie in fünf Jahren noch in der Gemeinde wohnen.
Weitere ausgewählte Ergebnisse
Hinsichtlich der bevorzugten Informationskanäle der Bevölkerung stellt sich heraus, dass Zeitungen (67 Prozent ), das Mitteilungsblatt (55 Prozent ) sowie die Internetseite der Gemeinde (43 Prozent ) am häufigsten genutzt werden, um sich über aktuelle Geschehnisse zu informieren.
Zur Frage, ob die Gemeinde auf sozialen Medien präsent sein soll, zeigt sich ein etwa ausgeglichenes Bild mit 55 Prozent Nein-Stimmen sowie 45 Prozent Ja-Stimmen. Die stärkste Zustimmung findet Social Media in der jüngsten befragten Altersgruppe (16-25 Jahre).
71 Prozent sind der Meinung, dass die Gemeinde eine themenbezogene Zusammenarbeit mit angrenzenden Gemeinden prüfen soll und 46 Prozent , dass die Gemeinde in der regionalen Zusammenarbeit gar eine führende Rolle einnehmen soll.
Mehrheit für Eigenständigkeit
62 Prozent sind der Ansicht, dass die Gemeinde eigenständig bleiben soll. Lediglich 29 Prozent der Befragten kennen die Legislaturplanung sowie 36 Prozent den Rechenschaftsbericht.
Positiv ist in diesem Zusammenhang, dass 78 Prozent der «Kenner» mit dem Legislaturprogramm einverstanden sind und 81 Prozent den Umfang des Rechenschaftsberichts als genau richtig beurteilen.
Erste Ergebnisse, Ausblick und weiteres Vorgehen
Mittels einer Stichprobenerhebung wurden insgesamt 1000 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Der Fragebogen wurde von 405 Personen beantwortet, was einer erfreulichen Rücklaufquote von 40,5 Prozent entspricht.
Der Gemeinderat analysiert derzeit das Umfrageergebnis. Daraus wird er Massnahmen ableiten und die Bevölkerung darüber in Kenntnis setzen.