Nik Gugger (EVP) freut sich auf Besuch von Indiens Präsident
Heute ist der indische Präsident Ram Nath Kovind in der Schweiz zu Besuch. Indien will als Wirtschaftsmacht aufsteigen und hofft dabei auch auf die Schweiz.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Der Präsident Indiens wird heute in Bern vom Bundesrat erwartet.
- Es dürfte um Wirtschaft gehen – und gute Werbung für die Schweiz sein.
Heute Freitag putzt sich die offizielle Eidgenossenschaft heraus. Sie erwartet nämlich hohen Besuch. Erwartet werden der Staatspräsident Indiens, «His Excellency» Shri Ram Nath Kovind. Zusammen mit seiner Frau beehrt er die Bundeshauptstadt.
Im Zentrum des Treffens mit dem Bundesrat sollen die schweizerisch-indischen Beziehungen stehen. Die Schweiz ist im Gegensatz zum bevölkerungsreichen Indien ein Zwerg – die 8,5 Millionen Schweizer würden in Indien gerade mal 0,63 Prozent ausmachen.
Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Schweiz harzen
Dennoch: «Die Inder schauen sehr genau auf den Staatsbesuch in der Schweiz», sagt EVP-Nationalrat Nik Gugger. Die Inder würden die Schweizer Demokratie sehr schätzen. Gugger kennt Indien, verbrachte dort mit seinen Schweizer Adoptiveltern seine ersten vier Lebensjahre.

«Sie schätzen aber auch unsere Präzision», weiss Nik Gugger. Indien wolle künftig von der fünftstärksten zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Welt aufsteigen. «Deshalb ist es ihnen sehr wichtig im internationalen Austausch zu sein, auch mit den Freihandelsabkommen, die zwischen der Schweiz und Indien noch harzen.»
Zudem erwartet Gugger vom Besuch des indischen Präsidenten auch einen Werbeeffekt. «Für die Schweiz ist das eine super Möglichkeit, sich zu präsentieren. Und es werden noch mehr indische Touristen kommen», ist sich der EVP-Nationalrat sicher. Und die Inder würden dabei auch Geld ausgeben.
Zuhause wegen umstrittener Ausschaffungen in der Kritik
Zuhause in Indien sorgt Kovind derweil für Negativschlagzeilen. Es droht eine humanitäre Katastrophe. Knapp zwei Millionen Menschen sollen wegen fehlenden Papieren eingesperrt und ausgeschafft werden.
Es sind vor allem muslimische Einwohner im nordöstlichen Gliedstaats Assam. Sie konnten nicht beweisen, dass sie bereits vor 1971 in der Region lebten. Nun sollen sie ihre Staatsbürgerschaft verlieren und gelten als illegale Ausländer.
00:00 / 00:00