Die Post und der Bund haben sich geeinigt: PostAuto bezahlt rund 200 Millionen veruntreute Gelder zurück. Ein Zäsur-Tag für die gebeutelte Post.
Nach dem PostAuto-Skandal: Urs Schwaller, VR-Präsident der Post, und Peter Füglistaler, Direktor Bundesamt für Verkehr, zu ihren Reaktionen auf den PostAuto-Skandal. - Nau

Das Wichtigste in Kürze

  • Post-Präsident zeigte sich tief schockiert über die untersuchte Buchhaltung der PostAuto.
  • Man wolle «jeden Franken» zurückzahlen, sagt der Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller.
  • Auch weitere Pannen bei der Post beunruhigen Schwaller: PubliBike & Co.
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«Wir zahlen jeden geschuldeten Franken zurück, und zwar rasch und unkompliziert», sagt Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller heute vor den Medien. Insgesamt sind es 188 Millionen Franken, welche PostAuto dem Bund zurückbezahlt – für Subventionen, welche veruntreut wurden. Zudem zahlt das Unternehmen 17 Millionen freiwillig.

Unkompliziert waren die Bücher von PostAuto jedoch nicht. Mit gross ausgedruckten Blättern der Buchhaltung im Raum schien man heute Transparenz herstellen zu wollen.

Warum hat der Bund nichts gemerkt?

«Niemand hätte sich vorstellen können, dass in einem Unternehmen des Bundes so etwas geschehen kann; dass so gezielt und raffiniert getäuscht wird», sagt Peter Füglistaler, der Direktor vom Bundesamt für Verkehr.

Peter Füglistaler, Direktor Bundesamt für Verkehr, im Interview. - Nau

Die Kontrollmechanismen der Aktiengesellschaften im Besitz des Bundes wolle man jedoch nicht umgehend anpassen. Wird das nicht nachgeholt, bleibt fraglich, wie man künftig solche Machenschaften verhindern will.

Urs Schwaller, VR-Präsident der Post, im Interview. - Nau
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