SP-Stadtrat Raphael Golta will Stadtpräsident werden
Der SP-Sozialvorsteher Raphael Golta hat offiziell seine Kandidatur für das Zürcher Stadtpräsidium bei seiner Partei eingereicht.

SP-Sozialvorsteher Raphael Golta hat bei seiner Partei die Kandidatur für das Zürcher Stadtpräsidium eingereicht. Damit verbunden wäre im Falle seiner Wahl ein Departementswechsel. Er verspüre «grosse Lust», Kulturthemen in Angriff zu nehmen, sagte Golta zum «Tages-Anzeiger».
«Ich möchte der nächste Stadtpräsident von Zürich werden», sagte der SP-Politiker in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Zeitung. Sollte seine Wahl gelingen, wolle sich der 49-Jährige dafür einsetzen, dass «Zürich eine Stadt für alle bleibt».
Überraschend kommt die Ankündigung von Golta nicht. Bereits bei der Rücktrittsankündigung seiner Parteikollegin und Stadtpräsidentin Corine Mauch hatte er sein Interesse am Stadtpräsidium bekundet. Damals kündigte er auch an, dass er als Stadtrat weitermachen und bei einer Wiederwahl das Departement wechseln wolle.
Golta's Bauchgefühl stimmt
Nach Gesprächen im privaten Umfeld sagte der Sozialpolitiker im aktuellen Interview: «Das Bauchgefühl musste stimmen. Und das tut es jetzt». Am Ende müsse die Delegiertenversammlung entscheiden, welche Kandidatur sie wolle, sagte Golta auf die Frage, warum er trotz gegenteiliger Forderungen aus der Partei als Mann und als Kandidat ohne ausländische Wurzeln antrete. «Ich bringe das mit, was ich bin und tue». Die Nomination der SP folgt Ende Juni.
Weiter bekannt für den Zürcher Stadtrat waren zuletzt folgende Kandidaturen: Ueli Bamert (SVP), Simone Brander (SP), Karin Rykart und Daniel Leupi (beide Grüne), Andreas Hauri und Serap Kahriman (beide GLP) sowie Michael Baumer (FDP). Tobias Langenegger und Gabriela Rothenfluh wollen für die SP kandidieren.
Wer tritt an? Wer nicht?
Nicht mehr antreten werden Stadtpräsidentin Corine Mauch und André Odermatt (beide SP) sowie Filippo Leutenegger (FDP). Die Wahl findet am 8. März 2026 statt.