Adecco will bei Festanstellungsvermittlungen Marktführer werden

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Zürich,

Der Personaldienstleister Adecco will ausbauen: dafür kauft er die digitale Vermittlungsplattform Vettery und will beim eigenen Personal wachsen.

the adecco group
The Adecco Group Schweiz, eine Arbeitsplatzvermittlung, hat ihre Hauptzentrale in Zürich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Adecco will die Vermittlung von Personen in Festanstellungen ausbauen.
  • Zu diesem Zweck hat Adecco die digitale Vermittlungsplattform Vettery gekauft.

Der Personaldienstleister Adecco will die Vermittlung von Personen in Festanstellungen ausbauen. «Noch liegt unser Marktanteil bei zwei Prozent», sagte Adecco-Chef Alain Dehaze dem deutschen «Handelsblatt». «Doch wir wollen zum globalen Marktführer werden.»

Zu diesem Zweck hat Adecco etwa in den USA die digitale Vermittlungsplattform Vettery gekauft. Aber auch im traditionellen Geschäft mit der Temporärarbeit sieht Dehaze weiteres Wachstumspotential. «Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen, bei denen wir bislang unterrepräsentiert sind, sehen wir enorme Chancen», sagte er in dem am Montag veröffentlichten Interview.

Bewerbungsgespräch mit Chatbot

Auch beim eigenen Personal will Adecco wachsen, obwohl der Personaldienstleister mehr und mehr Aufgaben auch dem Computer überträgt. So entwickelt das Unternehmen derzeit einen Chatbot, der mit Kandidaten über eine offene Stelle spricht. Die Software prüfe im Gespräch, ob der Kandidat die richtigen Qualifikationen mitbringe und könne sogar Termine ausmachen, sagte Dehaze. Den Personalvermittlern bleibe damit mehr Zeit, sich im Gespräch um das Wesentliche zu kümmern.

Auf die radikalen Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung wünscht sich der Adecco-Chef allerdings eine gesellschaftliche Antwort. «Zum Beispiel ein Weiterbildungskonto, mit dem sich Geld für das lebenslange Lernen zurücklegen lässt.»

Dehaze betonte, einen Mitarbeiter auszutauschen komme das Unternehmen viel teurer zu stehen, als ihn weiterzubilden. «Hier in er Schweiz kann Sie das bis zu 100'000 Franken kosten.» Eine gute Weiterbildung gäbe es dagegen für weniger als 30'000 Franken.

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