Frauen-Nati verpasst erstmalig die WM-Qualifikation

Wie der Schweizerische Handball-Verband mitteilt, verliert das Schweizer Nationalteam im WM-Playoff-Rückspiel gegen Tschechien mit 27:36.

Nati-Team spile gegen Tschechien
Das Nati-Team verliert gegen Tschechien - Schweizerischer Handball-Verband

Die Schweiz muss weiter auf eine erstmalige Teilnahme an einer Frauen WM-Endrunde warten.

Ein Jahr nach ihrer EM-Premiere scheiterte sie in der WM-Barrage an Tschechien.

Im Playoff-Rückspiel in Brünn gelangt es dem jungen Team um Nationaltrainer Martin Albertsen nicht, sich entscheidend durchzusetzen.

Nach der 31:32-Niederlage im Hinspiel stand diesmal am Ende ein 27:36 zu Buche. Über 120 Minuten gesehen fehlten somit zehn Tore.

Schweizerinner wurden sicherer nach taktischer Umstellung

Die Schweiz kam in Brünn nicht gut aus den Startlöchern. Früh war man 0:3 und 2:6 hinten. Das Problem? Eindeutig die mangelnde Chancenauswertung.

Trainer Martin Albertsen nahm früh ein Time-out und Änderungen an seiner Startformation vor, er brachte Celia Heinzer oder Norma Goldmann.

Nach der taktischen Umstellung auf die offensive 6:0-Abwehr und die Einwechslung der jüngsten Akteurin im Schweizer Kader, Claire Hartz, bekam das Schweizer Team zumindest etwas mehr Sicherheit in der Abwehr, ohne jedoch die tschechischen Gegenstösse unterbinden zu können.

Kündig zeigte hervorragende Leistung im Spiel

Die Schweizerinnen tasteten sich zweimal auf einen Vier-Tore-Rückstand heran (4:8, 8:12), dann aber zogen die Tschechinnen vor der Pause auf 17:10 weg.

Obwohl das Schweizer Team sich nicht aufgab und in den Schlussminuten Moral und Kampfgeist bewies, kann sie die Niederlage nicht mehr abwenden.

Aufseiten der Schweizerinnen fielen Kerstin Kündig und Claire Hartz auf. Kündig ging trotz grossen Rückstand voran, kämpfte und war am Ende mit sechs Treffern beste Schweizer Torschützin.

Hartz hütete im Alter von erst 17 Jahren zum ersten Mal längere Zeit das Tor der A-Nationalmannschaft und darf sich einige Paraden notieren lassen.

Tschechien war in vielen Belangen überlegen

Nationaltrainer Martin Albertsen: «Zunächst mein Lob und Anerkennung an den heutigen Gegner: Tschechien hat in Topform gespielt und war uns heute in vielen Belangen überlegen.

In der Abwehr haben sie hart zugepackt, was wir nicht so gewohnt sind. Gleichzeitig haben wir auch in der eigenen Abwehr einen Schritt zuviel nach hinten gemacht und zu viele einfache Tore kassiert.

Man darf aber nicht vergessen, dass wir ein sehr junges Team sind, das heute leider Lehrgeld bezahlt hat.

Allgemein bin ich aber nach wie vor begeistert von meinen Spielerinnen und überzeugt, dass sie in naher Zukunft weitere Schritte nach vorne machen werden, besonders wenn sie sich in ihren Vereinen weiter um Einsatzzeiten bemühen und kämpfen werden.»

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