Liebe

Libido-Steigerung durch Aphrodisiaka? Das ist dran

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

Bern,

Wenn Lust und Leidenschaft ausbleiben, vertrauen einige auf Lösungen aus der Küche: Aphrodisiaka. Helfen sie wirklich?

Mann gibt Frau Löffel zum Probieren
Ob Aphrodisiaka wirken, ist umstritten. - Depositphotos

Die Vorstellung, dass bestimmte Lebensmittel die Leidenschaft entfachen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Antike wurden Honig, Feigen oder Austern als natürliche Lustmacher verehrt.

Ob im alten Rom, in China oder bei den Azteken – überall suchten Menschen nach Wegen, die Liebe durch Ernährung zu beeinflussen. Ist es Tradition, Wunschdenken oder gibt es tatsächlich einen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen bestimmten Zutaten und gesteigerter Anziehungskraft?

Junge Frau geniesst Honig
Bereits in der Antike wurden einige Nahrungsmittel als Libido-Helfer beschrieben. - Depositphotos

Während einige schwören, dass Schokolade oder Chili das Feuer entfachen, bleibt die Forschung zurückhaltend.

Aphrodisiaka: Mythos oder Wahrheit?

Aphrodisiaka werden als Lebensmittel oder Substanzen beschrieben, die das Verlangen steigern sollen. Über Jahrhunderte hinweg haben verschiedene Kulturen Zutaten wie Wassermelone, Ingwer oder Ginseng mit Sinnlichkeit in Verbindung gebracht.

Doch ob sie wirklich wirken, ist umstritten. Weil medizinische Behandlungen für ein geringes sexuelles Verlangen begrenzt sind, greifen viele Menschen zu Hausmitteln.

Oft fehlt jedoch der wissenschaftliche Nachweis, dass diese tatsächlich einen Effekt haben. Trotzdem hält sich der Glaube an ihre Wirkung hartnäckig.

Forschungsstand: Was sagt die Wissenschaft?

Viele Studien zu Aphrodisiaka basieren auf Tierversuchen, was die Übertragung auf den Menschen schwierig macht. Einige Untersuchungen zeigen, dass etwa Honig den Hormonhaushalt bei Ratten beeinflussen kann.

Ob dies auch für Menschen gilt, bleibt unklar. Auch Meeresfrüchte, insbesondere Austern, werden mit einer gesteigerten Testosteronproduktion in Verbindung gebracht.

Verliebtes Paar küsst sich in der Küche
Eindeutige wissenschaftliche Belege dafür, ob einzelne Lebensmittel die Lust auf Sex fördern, gibt es bisher kaum. - Depositphotos

Wissenschaftler betonen jedoch, dass kein einzelnes Lebensmittel garantiert das Verlangen steigert. Der Einfluss der Ernährung auf die Sexualität ist komplex und nicht auf bestimmte Zutaten beschränkt.

Haben Aphrodisiaka dennoch Vorteile?

Auch wenn ihre Wirkung auf die Libido nicht eindeutig bewiesen ist, könnten einige aphrodisierende Lebensmittel gesundheitliche Vorteile haben. Sie fördern womöglich die Durchblutung, beeinflussen den Hormonhaushalt positiv oder können wohl auch den oxidativen Stress reduzieren.

Ähnliche Effekte lassen sich jedoch auch durch eine ausgewogene Ernährung erzielen. Bestimmte Substanzen aus Muskatnuss oder Datteln werden zwar in Studien untersucht, doch für eine gesicherte Aussage braucht es weitere Forschung.

Ob Aphrodisiaka nun tatsächlich wirken oder nicht – eines ist klar: Ein gutes Essen mit einer besonderen Person kann oft mehr bewirken als die Zutaten auf dem Teller.

Kommentare

User #6227 (nicht angemeldet)

Also wenn ich an die enge Posaune denke. Dann brauche ich dazu nichts anderes.

User #9628 (nicht angemeldet)

Warum benutzt man Tiere für solche Studien, wenn man weiss, dass die Übertragung auf den Menschen "schwierig ist?" Wer braucht diese Forschung?! Bestimmt nicht die in Laboren bzw. Käfigen gehaltenen Tiere statt in ihrer natürlichen Umgebungzu leben. Eigentlich ist es sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass im Tierversuch entwickelte Wirkstoffe beim Menschen etweder keine oder andere, sogar schädliche Wirkung haben, oder eben viele mögliche Nebenwirkungen, wie die Medikamente heutzutage. An menschlichen Zellkulturen könnte man man viel besser erforschen, ob eine Substanz als Aphrodisiakum wirkt.

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