Wer am Fenster sitzt soll früher einsteigen
Die Lufthansa Gruppen wollen ab Herbst auf diversen Europastrecken ein neues Boarding-Prozedere testen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Bei der Lufthansa Group ist man auch an effizienterem Boarding interessiert.
- Deshalb wird auf ausgewählten Europastrecken ein neues System namens «Wilma» getestet.
«Zeit ist Geld» – dieser Grundsatz gilt auch beim Boarding des Flugzeugs. Denn ineffizientes Boarding führt manchmal zu Verspätungen sowie zu Frust bei Passagieren. Deshalb gibt es jetzt schon diverse Boarding-Varianten.
Bei der Lufthansa Group ist man auch an effizienterem Boarding interessiert. Deshalb wird ab Herbst auf ausgewählten Europastrecken bei Swiss, Lufthansa und weiteren Verbunds-Airlines ein neues Boarding-System namens «Wilma» testen.
Wilma steht für «Window, Middle, Aisle» und beschreibt einen Boarding-Vorgang von aussen nach innen. Die Fensterplätze boarden also zuerst, gefolgt von den Mittelplätzen und den Gangplätzen. Dies, um einen Rückstau möglichst zu vermeiden.
Familien werden nicht getrennt
Wie Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott erklärt, werden weiterhin zuerst die Pre- und Priority-Gäste ins Flugzeug zugelassen. Ausserdem ist das «aussen nach innen»-Boarding nicht so rigide. «Personen, die zusammen reisen – wie zum Beispiel Familien oder Paare – werden in die gleiche Guppe eingeteilt, sodass sie weiterhin zusammen an Bord gehen können». «Pre-Boarding für Familien mit Kindern unter 5 Jahren wird auch weiterhin möglich sein, unabhängig von der Gruppenzuteilung.»
Wie lange die Tests dauern beziehungsweise wann darüber entschieden wird, ob diese Boarding-Form generell zum Einsatz kommt oder wieder verworfen ist, stehe noch nicht fest. Kommt es zur generellen Einführung, werden die Fensterplätze gewissermassen ein Upgrade erhalten. Ob da dann auch die Sitzplatzreservierung etwas teurer wird?