Das ist Trumps umstrittene Vertraute Laura Loomer
Die rechten Aktivistin Laura Loomer hat möglicherweise mehr Einfluss auf Trumps Politik, als bisher bekannt. Wer ist die US-Aktivistin?

Die rechtsextreme Influencerin Laura Loomer steht im Fokus, nachdem US-Präsident Donald Trump mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats entliess.
Ihre Rolle als polarisierende Beraterin wirft Fragen nach radikalen Einflüssen in der US-Politik auf. «Tagesschau.de» berichtet darüber.
Vom Project-Veritas-Aktivismus zur Trump-Nähe
Laura Loomer, 1993 in Arizona geboren, begann ihre Karriere als Undercover-Rechercheurin für die konservative Organisation Project Veritas.

«N-tv.de» zufolge inszenierte sie 2015 an der Barry University einen Fake-IS-Unterstützer-Club, um vermeintliche Toleranz gegenüber Extremismus zu entlarven. Später arbeitete sie für rechtsextreme Medien wie InfoWars und The Rebel Media, wo sie Verschwörungstheorien verbreitete.
Ihre Online-Aktivitäten führten zu Sperrungen auf Facebook, Twitter und Instagram sowie bei Zahlungsdienstleistern – Konsequenzen, die sie als «Zensur» framte. Trotz gescheiterter Kongresskandidaturen 2020 und 2022 positionierte sie sich ab 2023 als enge Trump-Vertraute.
Verschwörungsnarrative und rassistische Provokationen
Loomers Rhetorik ist geprägt von Islamfeindlichkeit und pseudopolitischen Mythen. Sie bezeichnete die Anschläge vom 11. September 2001 als «Inside Job» und behauptete, haitianische Migranten würden «Menschen essen».
«Tagesschau.de» dokumentiert ihre rassistische Äusserung, Kamala Harris’ Präsidentschaft würde das Weisse Haus «nach Curry stinken lassen». Dies war ein Angriff auf deren indische Abstammung.
Einfluss auf Trumps Personalentscheidungen?
Diese Aussagen lösten selbst in Trumps Lager Kritik aus: Vizepräsident JD Vance distanzierte sich öffentlich, und die ultrarechte Abgeordnete Marjorie Taylor Greene verurteilte Loomers «entsetzlichen Rassismus».

Am 2. April 2025 traf Loomer Trump im Weissen Haus, um über «illoyale» Mitarbeiter:innen im Sicherheitsapparat zu sprechen. Kurz darauf entliess der Präsident NSA-Chef Timothy Haugh und weitere NSC-Mitglieder.
Gescheiterte Ambitionen und anhaltende Spannungen
Trotz ihrer Nähe zu Trump blieb Loomers politischer Einfluss begrenzt. Ihre Kongresskandidaturen scheiterten, und interne Widerstände blockierten eine formelle Rolle im Wahlkampfteam.
«N-tv.de» zufolge warnten sogar Parteistrategen vor ihrem polarisierenden Image. Dennoch bleibt sie eine Schlüsselfigur in Trumps Netzwerk.
Ihre Fähigkeit, Themen wie «Loyalität» und «America First» zu besetzen, sichert ihr weiterhin Gehör in Mar-a-Lago-Kreisen.