Anführer von IS-Terrormiliz für Ost-Syrien festgenommen
Syrische Rebellen haben IS-Führer Atta al-Hariri festgenommen.

Bewaffnete Gruppen in Syrien haben einen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Atta al-Hariri habe den IS im Osten Syriens angeführt, hiess es aus Quellen in der syrischen Übergangsregierung. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London, die die Lage in Syrien mit einem Netzwerk aus Aktivisten verfolgt, bestätigte die Festnahme und Details der Aktion.
Verantwortlich für die Festnahme sind örtliche Rebellen aus Daraa im Süden Syriens, wo al-Hariri in einen Hinterhalt geriet. Die Aufständischen übernahmen in der Provinz im Dezember die Kontrolle, nachdem Machthaber Baschar al-Assad, dessen Regierung die Provinz kontrollierte, gestürzt wurde. Al-Hariri stammt selbst ebenfalls aus Daraa und wurde nach seiner Festnahme den Sicherheitsbehörden in Damaskus übergeben.
Grosse Mengen Waffen bei Festnahme entdeckt
Syrischen Quellen zufolge wurden bei seiner Festnahme auch grosse Mengen Waffen entdeckt, die zum Schmuggel innerhalb Syriens bestimmt gewesen sein sollen. Der IS beherrschte einst grosse Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak. Die Organisation wurde militärisch besiegt, hat sich seitdem aber international ausgebreitet und plant weiterhin Terroranschläge im Westen oder stiftet zu diesen an.
In den vergangenen Jahren hat der IS seine Fähigkeiten in Syrien wieder stetig ausgebaut und dürfte den Sturz der Assad-Regierung nutzen, um weiter an Stärke zu gewinnen. So hatte der IS Gelegenheit, grosse Waffenarsenale der alten Regierung in seinen Besitz zu bringen. Die Übergangsregierung wiederum hat zu wenig Mittel, um die Wüstengebiete, in denen der IS aktiv ist, umfassend zu kontrollieren.