Israel mit Drohgebärden trotz Waffenruhe im Libanon und Gaza
Die Angriffe aus Israel auf Hisbollah-Stellungen und Drohungen gegen Gaza trotz Waffenruhe sorgen für anhaltende Spannungen in der Region.
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Israel bombardierte erneut Hisbollah-Stellungen im Libanon. Dies geschah trotz der vereinbarten Waffenruhe.
Kampfflugzeuge flogen über die Trauerfeier für Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah, berichtet die «Zeit».
Die israelische Armee veröffentlichte Videos des tödlichen Angriffs auf Nasrallahs Bunker vom 27. September. Bei der Trauerfeier forderten rund 50'000 Teilnehmer den «Tod Israels».
Israel: Netanjahus Drohungen gegen Gaza
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu drohte mit einer Wiederaufnahme der Kämpfe im Gazastreifen. «Wir sind jederzeit bereit, zu intensiven Kampfhandlungen zurückzukehren», sagte er laut «Times of Israel».
Netanjahu betonte, der Sieg über die Hamas könne auch «auf andere Weise» als durch Verhandlungen erreicht werden. Die israelische Armee kündigte an, ihre «operative Einsatzbereitschaft» am Gazastreifen zu erhöhen.
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US-Sondergesandter Steve Witkoff plant eine Reise in den Nahen Osten. Er will eine Verlängerung der Waffenruhe in Gaza aushandeln.
Witkoff erklärte gegenüber «CNN», er arbeite an der nächsten Runde indirekter Gespräche zwischen Israel und der Hamas. Er betonte: «Die Hamas muss gehen. Physisch.»
Spannungen im Westjordanland
Israel setzte erstmals seit über 20 Jahren wieder Panzer im besetzten Westjordanland ein. «Eine Panzereinheit wird in Dschenin als Teil der Angriffsbemühungen vorgehen», hiess es auf der Plattform X.
Dschenin gilt als Hochburg militanter Palästinenser. Seit Beginn des Gaza-Kriegs ist die Gewalt im Westjordanland deutlich angestiegen, berichtet die «Tagesschau».
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Netanjahu forderte eine Demilitarisierung von Gebieten südlich von Damaskus. Dies betreffe die Provinzen Kuneitra, Daraa und Suweida, berichtete die «Times of Israel».
Er betonte, israelische Truppen würden «auf unbegrenzte Zeit» auf dem Berg Hermon und in der Pufferzone auf den Golanhöhen bleiben. Syrien fordert hingegen den Abzug der israelischen Truppen.